Die Wahrheit über Zucker und Diabetes - Interview mit Prof. Dr. Spitz

Ist Diabetes II ist heilbar? Und warum ist Zucker eigentlich so schädlich für unseren Körper?
Antworten auf diese Frage gibt Prof. Dr. Spitz, Facharzt für Ernährungs- und Präventionsmedizin. der sich selbst als „hochinfektiösen Gesundheitserreger“ betrachtet und hofft, uns alle damit anzustecken! Wir sind gespannt und sprechen natürlich über Zucker und seine Auswirkungen in einer heillos überzuckerten Gesellschaft.

All das erfährst Du im Interview:

  • Wie kannst Du Zucker in der heutigen Gesellschaft überhaupt vermeiden?
  • Was hat Zucker mit Fettpolstern, und was haben die mit Fressattacken zu tun?
  • Wie entsteht Zuckersucht, und wer hat sie nicht?
  • Was macht Zucker mit Deinem Körper, dass er so schädlich ist?
  • Paleo- Ernährung: Ein Ausflug in die Alternativen- Landschaft
  • Wie hilft Dir Dein Verständnis von Diabetes II, die Krankheit zu besiegen?
  • Die Mutter aller Krankheiten: Warum verursachen Stoffwechsel- Störungen Entzündungen?
  • Wie identifizierst und begegnest Du Folgekrankheiten im Zusammenhang mit Zucker?

Shownotes

Es ist das Verhältnis von Bedarf und Schaden, erläutert Dr. Spitz am Beispiel von Wein und Wasser, die beide – im richtigen Maß genossen – zur Gesundheit beitragen, aber auch – im Übermaß – Schaden anrichten können. Im Vergleich bildete Zucker in der Vergangenheit lediglich einen verschwindend kleinen Teil unserer Ernährung – aus Früchten und Wurzeln – während er heute nahezu Hauptbestandteil ist. Dadurch mutiert unser Alltag zu einem vergiftenden Milieu – die Folgekrankheiten von Zucker sind laut Prof. Dr. Spitz demnach Umweltkrankheiten. Durch die Veränderbarkeit von Zucker in unseren Nahrungsmitteln (bspw. zu Komplexzucker oder Strukturzucker) ist unser Organismus einer ständigen Zuckerflut ausgesetzt, die wiederum eine ständig erhöhte Insulin- Ausschüttung verursacht, denn auch die 200g- Pasta- Portion ist der pure Zucker im Blut und muss ja durch die Zellen verbrannt werden, diese aber sind ja gar nicht hungrig. Nicht abbaubarer Zucker wird daher als Fett in Reserve- Depots abgelagert. Der Körper reagiert auf den „Zucker- Tsunami“ verständlicherweise mit Alarmbereitschaft und entwickelt eine verstärkte Insulin- Resistenz, die wir als Diabetes II bezeichnen. Zucker verzuckert zusätzlich auch Eiweiß- Moleküle und baut sie zu dem bekannten HBA1C- Molekül um, das wir ebenfalls bei Diabetes nachweisen. Das war medias in res, aber …

Kann ich denn dem Zucker heute überhaupt noch ausweichen?

An den unzähligen Erscheinungsformen und Bezeichnungen von Zucker lässt sich der Erfindungsreichtum einer Industrie nachweisen, die davon lebt, uns über die Werbung einen Bedarf vorzugaukeln, den es eigentlich gar nicht gibt.

„…Es ist der Erfindungsreichtum der Zuckerindustrie, die Milliarden damit macht – und die ja eines der ersten Kartelle weltweit war… Die Industrie versucht, mit den modernsten psychologischen Mitteln und über die Medien, Bedürfnisse zu wecken, die über den Kauf befriedigt werden…“

Prof. Dr. Spitz benennt als Beispiele die Coca Cola und Red Bull und zitiert seine Oma, die auch schon meinte, Zucker wäre doch schließlich Nervennahrung! Denn tatsächlich kennt ja jeder dieses angenehme Wohlgefühl, das der Konsum von Zucker freisetzt. Durch unseren Über- Konsum jedoch wird der Körper seiner natürlichen Regulationsfähigkeit beraubt, der Blutzucker unterliegt gefährlichen Schwankungen, die das Gehirn bei scheinbarer Unterzuckerung in Hunger- Alarm- Bereitschaft versetzt. Die so ausgelöste Kettenreaktion kennen wir als Fressattacken, in deren Folge die Fettpolster immer größer werden.

„Niemand wird vom Fett fett – wir werden alle vom Zucker fett!…“

So entstand dann der Mythos vom Fett, und die Industrie war erneut um Ausreden bemüht. Schnell waren Alternativen gefunden, in dem pflanzliche Fette als gesund verkauft wurden, die es – so extrahiert – in der Natur niemals gegeben hat. Doch das Problem der Massenüberzuckerung liegt genau hier: In der Geschichte mussten Körner mühsam gekaut werden, um den Nährwert zu erhalten und den Zucker zu schmecken, der im Getreide steckt. Als dann jedoch in den Anfängen die ersten Körner maschinell zu Mehl verarbeitet wurden, so erzählt Prof. Dr. Spitz, musste der Müller feststellen, dass seine Mehle nach wenigen Wochen ranzig wurden, und das lag an dem Fettanteil, der im Kern jeder Pflanze steckt, die sich fortpflanzen will. Der Müller allerdings begann, das Mehl zu sieben und ihm seine natürlichen Fette auszutreiben. Was übrig blieb, sind die Auszugsmehle, mit denen unser täglich Brot – und vieles mehr – heute gebacken wird. Und auch die Portion Nudeln ist für unseren Stoffwechsel letztlich nichts als purer Zucker. Das bringt mich wieder auf die große Frage:

Gibt es realistische Alternativen?

Dieses Wissen haben Verfechter der Paleo- Ernährung ihrem Nahrungsplan zugrunde gelegt. Die Paleo-Ernährung greift auf die Gewohnheiten der Steinzeit zurück, als es noch keine Frühstücks- Cerealien gab und die Menschen vor dem Frühstück auf Nahrungssuche gegangen sind. Das bedeutet, dass sie sich viel bewegt haben und manchmal auch hungrig schlafen gegangen sind. Unterzucker kannten sie aufgrund dieser Fastenperioden nicht – und haben dennoch gut geschlafen. Die Paleo- Ernährung verzichtet daher auch auf Getreide und Milchprodukte.

Aber Zucker macht doch auch hochgradig abhängig, wie gehe ich mit der Sucht um?

Die Zuckersucht wird durch den abfallenden Blutzuckerspiegel verursacht, der dem Organismus Gefahr durch Energieabfall vorgaukelt. Ein Hungergefühl entsteht, und aufgrund der veränderten Informationen aus dem Gehirn schwanken die Stimmung und die Leistungsfähigkeit. Wenn auch für Dich der Griff zu Energieriegel oder Schokolade der schnellste und einfachste Weg war, weiß Prof. Dr. Spitz guten Rat. Er empfiehlt, einfache Zucker komplett aus der Nahrung zu streichen und diese durch komplexe Zucker zu ersetzen, die mehr und längerfristig Energie schenken. Dies sind vor allem Fette und Eiweiße, es entsteht kein Zucker- Tsunami, und auch andere Zucker- typische Nebenwirkungen wie Übersäuerung, Zahnverfall und Vitaminmangel können dadurch reduziert werden. Schließlich möchte ich auf meine Ursprungs- Frage zurückkommen:

Wie muss ich Diabetes II verstehen, und was kann ich tatsächlich dagegen tun?

Prof. Dr. Spitz schildert den menschlichen Körper, als hoch effizient gesteuerte Komposition aus Milliarden Zellen und Millionen von Mikroorganismen, am Beispiel der Körpertemperatur, die über ein ausgeklügeltes Puffersystem – durch Zittern bei Kälte sowie Schwitzen bei Hitze – reguliert wird, um uns am Leben zu erhalten. Eine Störung des Steuerungssystems wirkt sich jedoch auf den gesamten Organismus aus, und dazu gehören auch sekundäre Störungen, vor allem im Stoffwechsel, der bestimmte Stoffe nur noch über Entzündungen verstoffwechseln kann. Das Problem der modernen Medizin ist daher, dass Krankheiten nicht mit diesen sekundären Störungen in Zusammenhang gebracht werden. So erscheint zum Beispiel ein erhöhter Triglycerid- Wert zunächst als Fettproblem, wenn nicht berücksichtigt wird, dass auch Zucker im Körper in Triglyceride umgewandelt wird. Die fortschreitende Entzündung als Mutter aller Krankheiten führt zu einer Degeneration von Organen, an denen die Beteiligung von Zucker nicht immer offen sichtbar ist. Denn wer würde Blindheit oder Fußamputationen auf den ersten Blick als Co- Ursache eines überhöhten Zuckerkonsums vermuten? Doch selbst Insulin wird ja gespritzt, ohne dass der betreffende Patient diesen Konsum überdenken muss.

Es gibt Vergleichsstudien, in denen innerhalb von 3 Wochen bei 50% der Patienten eine Diabetes- Remission erreicht werden konnte. Dabei wurde auf die Paleo- Ernährung zurückgegriffen, ohne dass die Patienten sich einer Diät unterzogen hätten. Auf dem All-you-can-eat- Buffet wurde lediglich Zucker durch hochwertige Fette ersetzt. Die Publikation dieser Ergebnisse wurde dem durchführenden Arzt jedoch verweigert, aus Angst vor der Industrie. Natürlich kontert diese mit der ständig zunehmenden Lebenserwartung, doch hier verwehrt sich Prof. Dr. Spitz gegen die Propaganda, denn ihm widerstrebt die Aussicht, in einem Altenheim als Demenz-Patient ein biblisches Alter zu erreichen, denn auch Demenz bezeichnet er als Zucker- Folge- Krankheit, die aufgrund der insulin- resistenten Zellen die Gehirnzellen verhungern lässt.

„Alles was wir nachmachen, ist schlechter. Niemand auf der Welt kann irgendetwas machen, das nur ansatzweise so gut ist wie die Natur…“

Um sich von Diabetes zu befreien, empfiehlt sich laut Herrn Prof. Dr. Spitz die Suche nach einer qualifizierten Begleitung, um Medikamenten- Dosierungen entsprechend fachgerecht anzupassen. Weiterhin sollte die Nahrung überwiegend aus grünem Gemüse bestehen, sowie durch wenig Fleisch und Eiweiß ergänzt werden. Denn die Menschen „werden nicht vom Fleisch krank, sondern aufgrund des fehlenden Grüngemüses in ihrer Nahrung“. Unter diesen Voraussetzungen kann sich der Stoffwechsel erholen, die Süchte abgebaut werden und der Insulinspiegel nachhaltig stabilisiert werden. Wichtig ist Herrn Prof. Dr. Spitz das Verständnis über die Abläufe im Körper, um entsprechend alte Strukturen aufbrechen und Umweltkrankheiten nachhaltig eindämmen zu können.

„Essen Sie nichts, wo ein Etikett draufklebt! […] Warum: Wenn ein Etikett draufklebt, hat es jemand in den Fingern gehabt. Entweder hat er den Inhalt verschlechtert, weil er etwas rausnehmen musste, oder er hat was reingetan, damit es länger haltbar ist. Kaufen Sie LEBENSmittel!“

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