22. Februar 2023

Augenyoga: 7 Augenübungen, die deine müden Augen entlasten

Smartphone, Laptop, Fernseher – Bildschirme bestimmen schon längst unseren Alltag. Von unseren Augen erwarten wir dabei Höchstleistung. Sie sind von stundenlanger Bildschirmzeit überfordert. Die Folge sind trockene, juckende Augen oder sogar Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen. Dagegen helfen kurze Entspannungsübungen – auch Augenyoga genannt. Mit Augenyoga gönnst du deinen Augen Ruhe und Entspannung.

In diesem Artikel bekommst du sieben einfache Augenübungen, mit denen du deine Augen entlastest und die du ganz einfach in deinen Alltag integrieren kannst.

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Was ist Augenyoga und welche Wirkung hat es?

Deine Augen bewegen sich mithilfe von zwei schrägen und vier geraden Augenmuskeln in alle Richtungen. Die ringförmigen Ziliarmuskeln liegen in Form der Augenlinsen und sorgen für einen scharfen Blick im Fokus. Immer dann, wenn du auf einen Bildschirm schaust oder etwas in direkter Nähe betrachtest, sind die Ziliarmuskeln angespannt und arbeiten. Nur noch selten gönnen wir den Ziliarmuskeln eine Pause, indem wir einfach in die Ferne schauen.

Mit Augenyoga kräftigst und entspannst du ganz bewusst deine Augen. Dadurch bleiben die Augenmuskeln beweglich und die Ziliarmuskeln werden gestärkt und durchblutet. Deshalb wirst du weniger schnell kurzsichtig, auch trockene, juckende Augen werden gemildert und optische Reize können im Gehirn besser verarbeitet werden.

Verbessert Augenyoga unsere Sehkraft?

Eine Sehschwäche kann durch Augenyoga nicht kuriert werden. Vor allem bei erblich bedingten Seeschwächen wie einer Hornhautverkrümmung ist scharfes Sehen nur mit einer Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinsen möglich.

Aber auch Kurz- oder Weitsichtigkeit kann in der Regel nicht durch Augenyoga behandelt werden. Die Gründe für diese Sehschwächen sind ein zu langer oder zu kurzer Augapfel. Auch vor Alterssichtigkeit kann Augenyoga nicht zuverlässig schützen, weil meist nicht die Augenmuskeln ihre Kraft verlieren, sondern die Linse wird weniger elastisch.

So hilft Augenyoga

Beim Augenyoga geht es also nicht darum, eine vorhandene Sehschwäche zu korrigieren, sondern regelmäßige Entspannungsübungen zur Vermeidung von Überbelastung in den Alltag zu etablieren.

Yoga für die Augen: Diese 7 Augenübungen helfen schnell

Diese Übungen für deine Augen kannst du ganz einfach in den Alltag integrieren. Etwa alle halbe Stunde ist es Zeit für eine kurze Entspannungsübung für deine Augen.

Falls vorhanden, setze deine Sehhilfe ab und nimm dir kurz und bewusst Zeit zum Durchatmen. Die meisten Übungen dauern weniger als eine Minute, sind trotzdem effektiv und beugen trockenen und müden Augen sowie Kopfschmerzen vor. Mache nicht zu viele Übungen hintereinander und achte auf gute Lichtverhältnisse.

Schwarz sehen

Pause machen tut gut! Gönne deinen Augen eine Pause, indem du sie schließt und mit den Händen locker abdeckst, damit es völlig dunkel ist.

Atme ruhig durch die Nase ein und aus, bis das farbige Flimmern verschwunden ist und du nur noch schwarz siehst. Öffne die Augen und blinzle ein paar Mal.

Kleine Massage

Dieser SOS-Trick hilft bei stundenlanger Bildschirmarbeit, die Augen entspannt zu halten. Schließe die Augen und klopfe leicht mit den Fingerkuppen von der Schläfe über die Wangen bis zum Kinn, dann vom Kinn wieder nach oben und unterhalb der Augen zu den Nasenflügeln über die Stirn. Das entspannt nicht nur die Augen, sondern auch die Gesichtsmuskeln.

Weitsicht

Es gibt einen Grund, warum die Chefetage immer ganz oben im Unternehmen ist. Von dem obersten Stock hat man eine spektakuläre Weitsicht und die tut den Augen richtig gut. Schaffe dir am besten alle 10 Minuten kurze Freiräume, in denen du einfach entspannt in die Ferne schaust. Auch zum Nachdenken ist es besser, aus dem Fenster statt auf den blinkenden Cursor zu schauen. Atme dabei ruhig und tief, deine Ziliarmuskeln sind bei der Weitsicht vollkommen entspannt und nach ein bis zwei Minuten wieder einsatzbereit. 

Gähnen

Manchmal kommt es von allein, manchmal muss man dem Gähnen etwas nachhelfen. Gähnen ist nämlich eine Wohltat für den Körper und die Augen. Die Gesichtsmuskeln werden gedehnt, der Oberkörper gestreckt und die Augenlider zusammengekniffen. Du atmest tief ein und aus. Der Tränenfluss wird angeregt und die erhöhte Sauerstoffzufuhr regt das Gehirn an. Falls sich das Gähnen nicht von selbst einstellt, kannst du das Gähnen vortäuschen, meist kommt das auch das echte. Fake it, till you make it!

Zwinker, Zwinker

Meist nehmen wir den Lidschlag nicht bewusst wahr. Wir öffnen und schließen unsere Augen schnell und unwillkürlich. Wer viel vor dem Bildschirm sitzt, blinzelt automatisch weniger. Dadurch werden die Augen trockener und feine Schmutzpartikel sammeln sich auf der Hornhaut. Mache kurze Pausen und blinzle bewusst mehrmals hintereinander, oder aber zwinkere jemandem zu. 😉

Tratak

Trakak ist eine Übung aus dem Ayurveda und perfekt, um einen langen Tag ausklingen zu lassen. Bei dieser Übung darf die Umgebung etwas dunkler sein. Es ist eine Art Lichtmeditation, bei der die Augen Energie tanken. Zünde eine Kerze an und setze dich in etwa drei Metern Entfernung gemütlich, aber aufrecht hin. Schließe die Augen, atme tief ein und aus. Öffne die Augen wieder und fixiere die Flamme. Schließe erneut die Augen und genieße das Nachbild auf deiner Netzhaut. Wiederhole die Übung so oft, bis du dich geerdet und entspannt fühlst.

Teatime

Was gibt es Schöneres als eine Tasse frisch aufgebrühter Kräutertee? Je nach Zusammensetzung kannst du die aufgebrühten Teebeutel für eine kleine Augenwellness nutzen. Lege dazu den ausgedrückten und lauwarmen Teebeutel für einige Atemzüge auf die geschlossenen Lider. Die wohltuende Wärme und die Kräuter sorgen für entspannte und erfrischte Augen. Allerdings sind nicht alle Teemischungen geeignet: Verzichte auf aromatisierte Tees und exotische Mischungen. Geeignete Kräuter und Tees sind Schwarztee, grüner Tee, Augentrost, Kamille, Fenchel, Ringelblume. 

Was ist die Rasterbrille und wie kann sie helfen?

Die Rasterbrille hat statt Gläser schwarze Plastikscheiben mit kleinen Löchern. Die Rasterbrille funktioniert nach dem Prinzip der Lochblende. Durch die kleine Öffnung werden umgebende Reize abgeschirmt und dadurch kann ein schärferes Bild entstehen. Die Rasterbrille an sich hat keine korrigierende Wirkung auf die Sehkraft. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die den Nutzen einer Rasterbrille beweisen.

Dagegen stehen sehr wohl mögliche Schädigungen. Vor allem latent schielenden Personen sollte dringend von Gebrauch der Rasterbrille abgeraten werden, da die kleinen Löcher die Fusion erschweren und sich das latente Schielen festigt und im schlimmsten Fall zum Sehen von Doppelbildern führt.

Auch ist die Sicht stark eingeschränkt, weshalb die Brille nicht getragen werden sollte, wenn schnelle Reaktionen vonnöten sind, wie beim Autofahren.

Helfen kann die Rasterbrille demnach nur in einem gesicherten Umfeld und vor allem dadurch, dass der Lichteinfall und Reize abgeschirmt werden. Der Effekt ist vergleichbar mit dem kurzzeitigen Schließen der Augen.

Fazit

Gönne deinen Augen Ruhe und Entspannung. Unsere Augen sind nicht dafür gemacht, stundenlang auf einen Bildschirm zu starren. Übermüdete und überreizte Augen sind trocken, jucken oder zucken unkontrolliert. Schlimmstenfalls zieht sich die Verspannung der Augen bis zur Nackenmuskulatur oder verursacht sogar Kopfschmerzen.

Mit kurzen, aber regelmäßigen Entspannungseinheiten hältst du deine Augen frisch. Ernsthafte Erkrankungen und Sehschwächen kannst du damit nicht behandeln. Bei ernsthaften Beschwerden solltest du einen Facharzt aufsuchen.

Jetzt bist du gefragt. Verbringst du auch viel Zeit vor dem Bildschirm?
Erzähle uns von deinen Erfahrungen und ob du selbst schon Augenyoga, vielleicht sogar unbewusst, machst. 

Quellenverzeichnis
Cover: DAPA Images via Canva.com


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