26. Dezember 2023

Rosmarin räuchern: Wirkung & Anwendung (kompletter Guide)

Rosmarin ist den meisten vor allem als Gewürz bekannt. Doch die Zweige sind mehr als eine kulinarische Bereicherung: Auch zum Räuchern kann die Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum verwendet werden. Wir erklären dir, wie du Rosmarin räuchern kannst und was du über das Räuchern von Rosmarin und dessen Wirkung wissen musst. 

Rosmarin räuchern: Wirkung und Bedeutung

Die getrockneten Nadeln des Rosmarin sind ein beliebtes Räucherwerk - aus ihnen ergibt sich ein kraftvoller und würziger Rauch. Traditionell liegt der Schwerpunkt beim Räuchern von Rosmarin auf seiner reinigenden Wirkung.

Stirbt ein Mensch oder ein Tier, wird der Raum anschließend ausgeräuchert. Das soll der Seele des Verstorbenen den Übergang ins Jenseits erleichtern, den Raum reinigen und den Hinterbliebenen die Möglichkeit zum Abschied und zum Loslassen geben.

Die desinfizierende Wirkung des Rauchs wird auch heute noch bei Alten oder Kranken genutzt, um deren Leiden zu lindern. Dazu kommt: Das Räuchern von Rosmarin soll bei festgefahrenen Problemen helfen, den Kopf frei machen und zu klaren Gedanken verhelfen. 

In spirituellen Ritualen soll der Rauch böse Geister und übernatürliche Kräfte vertreiben - und Menschen vor negativen Energien schützen. Aufgrund dieser ihm nachgesagten Kräfte wird Rosmarin häufig auch als Ersatz für Weihrauch genutzt.  

Anleitung zum Räuchern von Rosmarin

Es gibt verschiedene Arten zu räuchern. Manchmal werden die Kräuter zermahlen, in einigen Fällen ist ein Stück Holzkohle nötig. Ganz einfach geht das Räuchern aber, wenn du deine eigenen Räuchersticks herstellst. 

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Das brauchst du:

  • Einige Zweige frischen Rosmarin

  • Reißfestes Garn

  • Schere

  • feuerfeste Unterlage

  • eventuell etwas Sand

So funktioniert's:

  1. Schneide deine Rosmarin-Zweige am besten morgens, denn dann ist der Gehalt der ätherischen Öle besonders hoch. 

  2. Schneide vom Garn ein Stück ab, das doppelt so lang wie deine Zweige ist.

  3. Knote das Garn am unteren Ende um die Zweige.

  4. Wickle das Garn spiralförmig nach oben und wieder zurück nach unten. Wickle hier lieber etwas fester, die Zweige verlieren beim Räuchern an Volumen und könnten sonst aus dem Garn rutschen.

  5. Verknote das Garn am unteren Ende fest. 

  6. Lasse dein "Stäbchen" an einem luftig-warmen Platz etwa drei bis vier Tage trocknen. 

Anleitung zum Räuchern:

  1. Fülle etwas Sand in deine feuerfeste Schale.

  2. Zünde dein Räucherbündel an einem Ende an und puste die Flamme vorsichtig wieder aus.

  3. Lass deinen Rosmarin-Bund glimmen - so beginnt die Rauchentwicklung. 

  4. Trage die Schale durch den Raum, den du räuchern möchtest.

  5. Lüfte anschließen kurz und kräftig. 

Weitere Methoden beim Räuchern

  1. Räucherstäbchen: Diese Methode ist zwar weit verbreitet, doch viele handelsübliche Räucherstäbchen enthalten künstliche Aromen, die Kopfschmerzen verursachen können.

  2. Räuchern durch Verbrennen von Pflanzen, Harzen oder Gewürzen: Die älteste Methode des Räucherns. Je nach Ziel werden eigene Mischungen hergestellt. 

  3. Räuchern mit Kohle: Hier wird eine feuerfeste Schale mit Sand gefüllt, in die Räucherkohle platziert wird. Die Kräuter werden anschließend auf die Kohle gelegt. 

  4. Räuchern mit einem Räucherstövchen: Diese Methode eignet sich aufgrund der geringeren Rauchentwicklung vor allem für das Räuchern in kleinen Räumen. Die Kräuter werden auf ein Metallsieb im Stövchen gelegt und ein Teelicht darunter entzündet. Erfahre hier, wie du dein eigenes Räucherstövchen selber machen kannst (VERLINKEN).

  5. Räuchern mit Räuchersticks: Dabei handelt es sich um eng gewickelte Pflanzenbündel, die direkt verräuchert werden. Es wird keine Kohle oder Stövchen benötigt.

Kräuter räuchern für Anfänger: Darauf musst du achten 

Wichtig für eine erfolgreiche Räucherung ist vor allem dein Equipment: Achte darauf, dass du eine feuerfeste Schale oder ein Räucherstövchen nutzt und diese auch groß genug für deine Räucherpflanzen sind.

Sind Kinder oder Tiere anwesend, solltest du jederzeit die Intensität des Rauchs im Blick behalten. Je nach Räucherwerk kann der Rauch unterschiedlich kräftig ausfallen.

Wähle dein Räucherwerk sorgfältig aus. Jede Pflanze hat andere Auswirkungen auf Körper und Geist - Räuchern wird schon sehr lange als Heilmittel, zur Bewusstseinserweiterung oder im Schamanismus angewendet.

Der Länge der Räucherung hängt von der Größe des Raumes und kann auch mehrere Stunden dauern. Hier gilt: Gerade beim ersten Mal ist weniger oft mehr. Achte darauf, ausreichend zu lüften. 

Es gibt verschiedene Räuchermethoden. Informiere dich vorab, welche für dich und dein Räucherwerk am besten geeignet ist. 

Weitere Kräuter zum Räuchern & Räuchermischungen 

Grundsätzlich kannst du nahezu alle Kräuter zum Räuchern miteinander kombinieren. Die entscheidende Frage ist hier: Was möchtest du erreichen - und welche Kräuter bieten dir das, was du dir vom Räuchern erhoffst? 

Beliebte Kräuter sind beispielsweise:

  • Salbei: Salbei wird traditionell zur Reinigung und Klärung von Räumen verwendet. Er soll negative Energien vertreiben und positive Schwingungen fördern. 

  • Lavendel: Lavendel verströmt einen angenehmen Duft und wird oft zur Entspannung und Beruhigung eingesetzt. Er kann auch dabei helfen, einen Raum zu reinigen und zu klären. 

  • Thymian: Thymian hat eine reinigende Wirkung und wird oft verwendet, um Krankheiten abzuwehren und die Luft zu desinfizieren. Beim Räuchern kann er eine beruhigende Atmosphäre schaffen. 

  • Beifuß: Beifuß wird traditionell zur Reinigung von Räumen verwendet. Er soll dabei helfen, negative Energien zu vertreiben und Schutz bieten.

Achtung! Bevor du Beifuß in der Natur sammelst, informiere dich hier über die Gefahr einer Verwechslung von Beifuß mit anderen, giftigen Pflanzen. 

  • Schafgarbe: Schafgarbe wird oft zur Entspannung und Beruhigung eingesetzt und sorgt in Kombination mit anderen Kräutern für eine angenehme Atmosphäre.

Achtung! Bevor du Schafgarbe in der Natur sammelst, informiere dich hier über mögliche Verwechslungen mit Schafgarbe

  • Goldrute: Goldrute wird für ihre kräftigende Wirkung geschätzt und kann mit anderen Kräutern kombiniert werden, um eine stärkende Räuchermischung zu erzeugen.

Weitere Anwendungen für Rosmarin

Rosmarin gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Kräutern. Denn nicht nur beim Räuchern entfalten sich die positiven Effekte der Pflanze:

  1. Kreislaufstärkung: Rosmarin kann bei Kreislaufbeschwerden und niedrigem Blutdruck eingesetzt werden. 

  2. Muskel- und Gelenkschmerzen: Äußerlich angewendet, kann Rosmarin die Durchblutung anregen und bei Muskel- und Gelenkschmerzen oder Rheuma helfen. 

  3. Verdauungsförderung: Rosmarin kann die Verdauung fördern, entkrampfend wirken und gegen Blähungen und Völlegefühl helfen. 

  4. Aromatherapie: Der würzige Duft von Rosmarin kann klare Gedanken fördern, Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Dazu kannst du z.B. mit Rosmarin einen Saunaaufguss selber machen

Tipp: Du hast viel Rosmarin im Garten? Probiere doch mal unser Rezept für selbstgemachtes Gewürzsalz mit Rosmarin: Gewürzsalz selber machen 

Häufig gestellte Fragen zum Räuchern mit Rosmarin & seiner Wirkung

Kann man Rosmarin zum Räuchern verwenden?

Ja, Rosmarin kann zum Räuchern verwendet werden. Es wird traditionell zur Reinigung, zur Förderung von klaren Gedanken und zur Vertreibung von negativen Energien eingesetzt.

Welchen Sinn hat das Räuchern?

Das Räuchern dient dazu, Räume zu reinigen, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, die Stimmung zu heben, negative Energien zu vertreiben und spirituelle Zwecke zu erfüllen.

Wie oft kann ich räuchern?

Die Häufigkeit des Räucherns hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Zweck des Räucherns ab. Es kann täglich oder bei Bedarf erfolgen.

Ist Kräuter räuchern gesund?

Das Räuchern mit Kräutern kann je nach Kräutern und individuellen Empfindlichkeiten gesundheitliche Vorteile bieten, wie die Förderung des Wohlbefindens, die Reinigung der Luft und die Schaffung einer angenehmen Atmosphäre. Rosmarin räuchern soll eine reinigende Wirkung entfalten. 

Quellenverzeichnis
Cover: Mizina via Canva.com


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