22. Dezember 2023

Leinsamen Sprossen: So kannst du Leinsamen keimen lassen

Microgreens sind im Trend - und das nicht ohne Grund. Denn Keimsprossen sind nicht nur eine leckere Ergänzung zu vielen Rezepten, die enthaltenen Nährstoffe machen sie auch zu echten Superfoods.

Wir erklären, wie du Leinsamen Sprossen ganz einfach selbst ziehen kannst, welche Nährwerte sie haben und wofür du die Keimlinge verwenden kannst. 


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Leinsamen keimen lassen: So kannst du deine eigenen Sprossen ziehen

Leinsamen, auch bekannt als Leinsaat, sind die Samen des Flachs. Um deine eigenen Sprossen aus Leinsamen zu ziehen, brauchst du im Grund nur 3 Zutaten:

  • Leinsamen

  • Wasser

  • Küchenpapier

Und so funktioniert's:

  1. Die gewünschte Menge an Leinsamen 2-3 Stunden in Wasser quellen lassen.

  2. Die gequollenen Samen auf einem feuchten Tuch oder Küchenpapier ausbreiten.

  3. Die Samen an einem warmen und hellen Ort platzieren, aber direktes Sonnenlicht vermeiden (Leinsamen sind Lichtkeimer).

  4. Den Leinsamen täglich morgens und abends mit Wasser besprühen oder gießen, um sie feucht zu halten.

  5. Nach etwa 10-12 Tagen sind die Leinsamen Sprossen fertig und können abgeschnitten und verzehrt werden.

Hinweis: Lein solltest du nicht im Keimglas oder einem anderen Behälter sprossen, weil die Saat durch die enthaltenen Schleimstoffe zusammenklebt und sich dadurch Schimmel bilden kann. 

Leinsamen Sprossen ziehen: Warum sind Microgreens gesund?

Der ungekeimte Samen enthält alle wichtigen Nährstoffe, die die Pflanze später zum Wachsen und Leben braucht. Er steckt voller Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffe - die für uns aber nur begrenzt verfügbar sind, wenn wir die Samen ungekeimt zu uns nehmen.

In der Sprosse hingegen sind die wertvollen Vitalstoffe verdichtet und optimal für unseren Körper verfügbar. Allein die wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind so 36 Mal besser verwertbar. 

Dazu kommt: Im ungekeimten Samen sind die Fettsäuren an bestimmte Fettmoleküle gebunden. Unser Körper kann nur einen Bruchteil der Fette auch tatsächlich aufspalten und für sich nutzen. Durch den Keimprozess werden diese Moleküle aber bereits durch Enzyme aufgespalten - die Sprosse übernimmt diese komplexe Aufgabe für dich und dein Körper kann direkt vom ganzen Potenzial profitieren. 

Der ungekeimte Samen enthält außerdem schleimbildende, sekundäre Pflanzenstoffe, die es dem Körper ebenfalls erschweren, an die wertvollen Nährstoffe zu gelangen. Durch den Keimprozess werden auch diese abgebaut - die Schleimbildung wird verhindert. 

Leinsamen Sprossen: Nährwerte pro 100 g

  • Kalorien: etwa 534 - 546 kcal

  • Fett: 40 - 45 g Fett

  • Kohlenhydrate: 1,3 - 30,4 g 

  • Ballaststoffe: 22,7-28,5 g pro 100 g 

  • Eiweiß: 21,2 - 23 g 

Wie du siehst, sind Leinsamen reich an Ballaststoffen und Eiweiß und gleichzeitig arm an Kohlenhydraten. 

Gekeimte Leinsamen sind außerdem reich an:

  • Omega-3-Fettsäuren

  • Vitamin E

  • Beta-Carotin

  • Sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. Liganen

  • Folsäure

  • Calcium und Kalium

  • Magnesium

Für was kann ich Bio-Keimsprossen verwenden?

Bio Keimsprossen sind vielseitig und passen zu vielen Rezepten und Gerichten. Von Frühstück bis Abendessen - Sprossen sind fast immer eine gute Ergänzung. 

  • Als Topping für Salate: Die nussigen Leinsamen Sprossen eignen sich gut als Topping für Salate und geben ihnen eine zusätzliche Textur und Geschmack. Statt Leinsamen Sprossen kannst du auch andere Sprossen, z.B. Weizensprossen oder Mungobohnen Keimlinge verwenden.  

  • Als Zutat für Smoothies: Leinsamen Sprossen können in grüne Smoothies gemischt werden, um ihnen zusätzliche Nährstoffe zu verleihen. Du kannst sie auch wunderbar ins Müsli rühren.  

  • Als Zutat für Suppen: Gekeimte Leinsamen können Teil einer Gemüsesuppe werden - oder als Topping verwendet werden. 

  • Als Topping für Brotzeit: Leinsamen Sprossen auf Broten sind nicht nur eine leckere Ergänzung, sondern sorgen auch für zusätzliche Nährstoffe. 

Rezept: Gesunder Kichererbsensalat mit gekeimten Leinsamen

Zutaten:

  • 4 Handvoll Kichererbsen (getrocknet)

  • 3 Handvoll Leinsamensprossen

  • 1 kleiner Bund Petersilie

  • 1/2 rote Zwiebel

  • 7 getrocknete Tomaten

  • 5 EL Olivenöl

  • 5 EL Zitronensaft oder selbstgemachter Apfelessig

So funktioniert's:

  1. Kichererbsen 24 Stunden in Wasser einweichen, dann 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis sie weich sind. 

  2. Petersilie, Zwiebel und die getrockneten Tomaten klein schneiden.

  3. Die Leinsamen Sprossen abspülen und dazugeben.

  4. Zitronensaft bzw. Apfelessig und Öl zu einem Dressing vermischen und nach Belieben würzen.

  5. Dressing dazugeben - fertig! 

Häufig gestellte Fragen zu Leinsamen Sprossen 

Kann man Leinsamen sprossen?

Ja, Leinsamen kannst du ganz einfach sprossen. Durch das Keimen kann

 dein Körper die enthaltenen Nährstoffe deutlich besser verwerten als im Samen an sich. 

Sind Leinsamen Sprossen gesund?

Leinsamen Sprossen sind voller Ballaststoffe, Vitamine, Magnesium, Calcium und Kalium, sowie Beta-Carotin und vielen sekundären Pflanzenstoffen.

Durch das Keimen kann dein Körper diese Nährstoffe außerdem viel besser verwerten. Achte darauf, dass du Keimsaat in Bio-Qualität verwendest. 

Wie lässt man Leinsamen keimen?

Um deine eigenen Leinsamen Sprossen zu ziehen, musst du die Samen 2 bis 3 Stunden in Wasser quellen lassen und dann auf ein Küchentuch an einen hellen Ort stellen. Anschließend 2 Mal täglich mit einer Sprühflasche befeuchten. Nach etwa 10 Tagen können die Sprossen wie Kresse geerntet werden. 

Kann man gekeimte Leinsamen essen?

Gekeimte Leinsamen sind nicht nur essbar - sie sind sogar ein echtes Superfood. Das Microgreen ist dazu sehr vielfältig und passt zu vielen verschiedenen Gerichten. 

Quellenverzeichnis
Cover: YelenaYemchuck via Canva.com


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