21. Mai 2023

Blumenkohl fermentieren: Rezept mit Geling-Garantie

Blumenkohl ist mild, knackig und unter der Kohlsorten besonders bekömmlich. Möchtest du trotz empfindlichem Verdauungssystem nicht auf gesunde Kohlgewächse verzichten, ist Blumenkohl eine gute Wahl. Durch das Fermentieren des Blumenkohls erhältst du das Optimum an Nährstoffen und profitierst von einem Probiotikum auf kulinarische Art

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du schnell und einfach selbst deinen Blumenkohl fermentieren kannst.


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Wie schmeckt fermentierter Blumenkohl? 

Natürlich spitze! Blumenkohl ist von Natur aus ein milder Kohl. Seine feinen weißen Röschen sind fest und knackig. Beim Fermentieren wirken sich diese ohnehin guten Eigenschaften nochmals positiv auf das Endergebnis aus. Der feine Blumenkohl Geschmack wird intensiver, aber nicht zu kohlig.

Durch die Milchsäuregärung erhält das Ferment einen säuerlichen Geschmack. Kombinierst du deinen Blumenkohl mit verschiedenen Gewürzen oder anderen Gemüsesorten, können viele leckere Geschmacksvariationen daraus entstehen.

Blumenkohl fermentieren: Rezept (schnell & einfach) 

Blumenkohl zu fermentieren ist recht einfach. Deinen Blumenkohl holst du bestenfalls vom Biomarkt, einem Biobauern oder aus deinem eigenen Selbstversorgergarten. Die Röschen sollten fest geschlossen, weiß und ohne braune Stellen sein.

Zum Fermentieren nutzt du große Bügelgläser oder Gläser zum Fermentieren. Wichtig ist, dass alle deine Arbeitsmittel steril sind. Dazu kannst du sie vorher abkochen. Um die Salzlake herzustellen, verwendest du natürliches Salz ohne Rieselhilfen und andere Zusätze.

Zutaten für den fermentierten Blumenkohl

  • 1 Blumenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 1 kleine getrocknete Chilischote
  • 2%-ige Salzlake

Zubereitung

  • Teile den Blumenkohl in kleine Röschen.
  • Schäle die Zwiebel und schneide sie in Scheiben.
  • Danach schichtest du die Chilischote, Zwiebelscheiben und Blumenkohlröschen dicht in ein ausgekochtes Bügel- oder Fermentglas.
  • Löse das Salz für eine Salzlake in Wasser auf (20g Stein- oder Meersalz auf 1 Liter Wasser).
  • Gieße die Salzlake in das Gefäß bis ca. 3 cm unter den Rand.
  • Beschwere nun den Blumenkohl mit einem Gewicht, so dass alles komplett mit der Salzlake bedeckt ist und nichts oben schwimmt.
  • Abschließend verschließt du das Gefäß und beschriftest es.
  • Den Blumenkohl kannst du 5 bis 7 Tage bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Je nach Dauer Fermentationszeit bleibt der Geschmack milder oder wird intensiver.
  • Danach solltest du den fermentierten Blumenkohl noch 2-3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Die Fermentation läuft dann langsamer weiter und kann zwischendurch verkostet werden.

Tipp: Blumenkohl mit anderem Gemüse kombinieren und fermentieren

Ein Blumenkohl-Curry oder Mixed Pickles sind wohlbekannte Gaumenfreuden. Aber nicht nur gekocht oder eingelegt kann Blumenkohl vielseitig zubereitet werden. Du kannst  Blumenkohl in verschiedenen Geschmacksrichtungen fermentieren oder mit weiteren Gemüsesorten kombinieren. Wir zeigen dir hier einige Möglichkeiten kreativ zu werden:

Rezept #1: Fermentiertes Blumenkohl-Curry

Zusätzlich zum Grundrezept (Ankerlink Blumenkohl fermentieren: Rezept (schnell & einfach)) kommen folgende Gewürze:

  • 2 TL Kurkuma gemahlen
  • 2 TL gemahlener Pfeffer
  • 3 weitere kleine Chilis
  • 2 TL Koriandersamen
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 TL Kreuzkümmel

Die Gewürze zerkleinerst du mit einem Mörser und gibst die Gewürzmischung in das vorbereitete Glas. Anschließend befüllst du das Glas mit den Zwiebelscheiben und dem Blumenkohl. Beschwere dein Ferment mit einem Gewicht und fülle das Glas mit Salzlake auf. Du kannst das Ferment mit einem Kohlblatt unter dem Gewicht abdecken, damit von den Gewürzen und dem Blumenkohl nichts oben schwimmt.

Rezept #2: Mixed Pickles: Saurer Blumenkohl & Co

Das gemischte saure Gemüsevergnügen eignet sich für sommerliche Grillabende oder als kühlender Snack. Du kannst alle Gemüsesorten verwenden, die sich gut fermentieren lassen und zum Beispiel...

Weitere Gemüsesorten, die sich neben diesen Klassikern als Fermente eigenen sind Fenchelknollen, Rote Bete, Sellerie, Gemüsezwiebeln, Blattkohl-Sorten. 

Schneide für die Mixed Pickles dein Gemüse in gleich große Stücke und mische es gut durch. Schichte es zusammen mit Gewürzen wie Chili, Senfkörner und Koriandersamen in dein Glas.

Zum Abdecken des Ferments eignen sich Weinblätter oder Kohlblätter. Beschwere dein Gemüse und fülle es mit der 2%-igen Salzlake auf.

Rezept #3: Würziger Blumenkohl mit Meerrettich

Heimische Gemüsesorten sind nicht nur aufgrund der Ökobilanz gute Ausgangsstoffe für dein Ferment. Sie haben auch allerlei Gesundes zu bieten. Für die folgende Ferment Variante verwendest du vorrangig regionale Superfoods aus biologischem Anbau.

  • Blumenkohl
  • Petersilienwurzel oder Rettich
  • Zwiebel
  • Ein Stück Meerrettich in feine Scheiben geschnitten
  • Optional 1 Apfel
  • Pfeffer, Senfkörner oder Chili
  • 2%ige Salzlake

Wie im Grundrezept werden Gewürze und das kleingeschnittene Gemüse ins Glas geschichtet.

Zum Abdecken eignen sich Wein- oder Kohlblätter. Für ein kräftigeres Ergebnis kann die Salzlake auch intensiver hergestellt werden. Beispielsweise mit 30 g oder 40 g je 1 Liter Wasser.

Ist fermentierter Blumenkohl gesund?

Aufgrund seiner feinen Zellstruktur gilt Blumenkohl als besonders bekömmlich. Er ist für Menschen mit empfindlichem Verdauungssystem sehr zu empfehlen. Zudem ist Blumenkohl reich an Vitamin C, B, K, Magnesium und Kalium. Er enthält viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle und Polyphenole. Blumenkohl hat sehr wenig Kalorien und ist ein sehr zuckerarmes Gemüse. Durch die Fermentation bleiben diese wertvollen Inhaltsstoffe über eine längere Zeit erhalten.

Hinzu kommen die positiven Eigenschaften der Milchsäuregärung, bei der Probiotika entstehen. Diese Mikroorganismen verbessern die Darmflora und können die Darmsanierung unterstützen. Fermentierter Blumenkohl ist somit nicht nur sehr bekömmlich, er wirkt auch positiv auf die Darmgesundheit und das Immunsystem

Tipp: Hier findest du weitere Rezepte für einen gesunden Darm

Was sind die gesundheitliche Vorteile von Blumenkohl? 

Blumenkohl wirkt sich positiv auf deine Gesundheit aus, indem er...

  • Hilft, den Wasserhaushalt zu regulieren
  • entzündungshemmend und antimikrobiell wirkt
  • den Gallenfluss anregt
  • positiv auf das Verdauungssystem wirkt
  • das Immunsystem unterstützt
  • die Nerven schützt

Häufig gestellte Fragen zu fermentiertem Blumenkohl

Was kann man nicht fermentieren?

Prinzipiell kann jedes Gemüse fermentiert werden. Es eignen sich besonders alle Kohlsorten, Möhren, Rüben, Rettiche, Rote Bete, Gurken, Zucchini, Sellerie- sowie Fenchelknollen. Es lassen sich auch Knoblauch, Meerrettich und Gemüsezwiebeln fermentieren.

Wichtig ist, dass das Gemüse aus biologischem Anbau stammt. Gemüse und alle Utensilien sollten gut gereinigt werden. Zudem ist darauf zu achten, dass nichts an der Oberfläche schwimmt, was schimmeln könnte. Deshalb solltest du immer ein Gärgefäß mit Gärgewicht verwenden. 

Kann man fermentiertes Gemüse roh essen?

Nach 5-7 Tagen kannst du dein Ferment kosten. Idealerweise fermentiert es anschließend in einem kühlen und dunklen Raum für 2-3 Wochen weiter. Dein Ferment ist fertig, wenn es dir am besten schmeckt. Der Vorteil des Fermentierens liegt in der schonenden Konservierung

Das Gemüse wird ohne Erhitzen und zusätzlichen Konservierungsstoffen haltbar gemacht. Somit bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Mineralien, erhalten.

Das fermentierte Gemüse wird durch die Milchsäurebakterien zu einem probiotischen Lebensmittel, welches deine Gesundheit unterstützen kann.

Zu welchen Gerichten passt fermentierter Blumenkohl?

Fermentierter Blumenkohl passt hervorragend als Beilage zu Kartoffeln mit Sauerkraut (fermentiertem Spitzkohl), als Antipasto zur Brotzeit oder im Salat oder als Snack für Zwischendurch mit Hummus-Dip und anderem fermentierten Gemüse. Selbstgemachtes fermentiertes Gemüse ist auch bei der Gartenparty ein echter Hit. Wenn du also Blumenkohl fermentieren möchtest, mach am besten gleich eine größere Menge!

Quellenverzeichnis
Cover: oksanashufrych via Canva.com


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