Pastinaken in Mischkultur pflanzen: Was muss ich beachten?

Die Pastinake (Pastinaca sativa) war schon im römischen Reich beliebt und fand sich auch bis zum 18. Jahrhundert in unseren Gärten - bis sie von Möhren und Kartoffeln verdrängt wurde. Jetzt erlebt das Wurzelgemüse sein Comeback. Wir erklären dir alles, was du über den Anbau der Pastinake in Mischkultur wissen musst. 

Mischkultur mit Pastinaken: Was sind gute Nachbarn für Pastinaken? 

Gute Beetnachbarn für Pastinaken sind:

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  • Erbse: Stickstoff-Fixierung für den Boden.
  • Rettich: Vertreibt Schädlinge und lockert den Boden.
  • Zwiebeln: Schutz vor Schädlingen und verbessert das Aroma von Pastinaken.
  • Dill: Zieht nützliche Insekten an und vertreibt Schädlinge.
  • Majoran: Dient als Begleitpflanze, die die Pastinaken vor Schädlingen schützt.
  • Salat: Nutzt den Platz zwischen den Reihen der Pastinaken.
  • Ringelblumen: Vertreiben Schädlinge und verbessern das Aussehen des Beets.
  • Sonnenblumen: Schaffen Schatten und lockern den Boden.
  • Zuckermais: Schafft Schatten und unterstützt sich gegenseitig beim Wachstum.
  • Bohnen: Stickstofffixierung und Platznutzung.
  • Radieschen: Schnelles Wachstum zwischen den Reihen der Pastinaken.
  • Kohlrabi: Ähnliche Bodenanforderungen und Platznutzung.
  • Spinat: Schnelles Wachstum zwischen den Reihen im Frühjahr oder Herbst.

Was sind schlechte Nachbarn für Pastinaken? 

Schlechte Nachbarn für eine Mischkultur mit Pastinaken sind: 

  • Sellerie: Teilt ähnliche Bodenansprüche und kann um Nährstoffe konkurrieren.
  • Petersilie: Beide gehören zur Doldenblütler-Familie und teilen sich ähnliche Schädlinge und Krankheiten.
  • Möhren: Konkurrenz um Nährstoffe und Anfälligkeit für gemeinsame Schädlinge.
  • Kartoffeln: Übertragung von Krankheiten wie Kartoffelkraut auf Pastinaken.
  • Tomaten: Unterschiedliche Bedürfnisse und Krankheitsrisiken können sich negativ auf beide Pflanzen auswirken.
  • Rote Bete: Ähnliche Wurzelstrukturen und Konkurrenz um Platz und Nährstoffe.
  • Gurke: Kann Pastinaken beschatten und Platz einnehmen.
  • Kürbis: Nimmt viel Platz ein und kann die Pastinaken beschatten.
  • Zucchini: Teilt ähnliche Platzanforderungen wie Kürbis und kann die Pastinaken beschatten.
  • Lauch: Kann Krankheiten auf Pastinaken übertragen und konkurriert um Platz und Nährstoffe.

Wenn du noch mehr Informationen zu anderen Pflanzen brauchst, sieh in unserer Mischkulturtabelle nach. Und hier erfährst du mehr über die Mischkultur mit Grünkohl

Pastinake anbauen: Das musst du beachten

#1 Der ideale Standort für Pastinaken

Pastinaken kannst du in einem sonnigen bis halbschattigen Beet oder Hochbeet anbauen. Die Erde sollte bestenfalls tiefgründig, locker und lehmig sein - und einen hohen Humusgehalt aufweisen.

Ist der Boden zu hart, teilt sich die Wurzel der Pastinake oder sie wächst gar nicht erst in die Tiefe. Bevor du also mit dem Anbau von Pastinaken beginnst, solltest du den Boden tiefgründig lockern und pro Quadratmeter etwa 3 Liter Humus auf der Erde verteilen, den du dann flach einarbeitest. Bis zur Aussaat solltest du dann noch rund eine Woche warten. 

#2 Der richtige Zeitpunkt zum Pastinaken pflanzen 

Die Aussaat deiner Pastinaken kann in milden Lagen schon Mitte März erfolgen, in kühleren Regionen wartest du am besten bis Mitte oder Ende April.

Der ideale Zeitpunkt zum Pastinaken aussäen hängt auch davon ab, wann du das Wurzelgemüse essen möchtest. Für Frischgemüse empfiehlt sich eine mögliche frühe Aussaat, die Ernte kannst du dann im Spätsommer einholen. Für Wintergemüse eignet sich eher Anfang Juni und eine Ernte im Spätherbst. 

#3 Pastinaken: Aussaat und Pflege

Die Pastinaken werden direkt ins Beet gesät und brauchen mindestens einen Abstand von 10 bis 15 cm zur nächsten Pflanze und 30 bis 40 cm Abstand zur nächsten Reihe.

Gerade in den ersten Wochen musst du deinen Gemüsegarten gut pflegen und von Unkraut befreien. Denn Pastinaken wachsen sehr langsam und werden vor allem in der ersten Zeit schnell von Unkraut überwuchert. 

Um den Mittelzehrer zu düngen, kannst du einen Eimer Kompost und eine Handvoll Hornspäne nutzen. Meist musst du deine Pastinaken nur einmal so düngen. Das Wurzelgemüse neigt sonst dazu, oberirdisch zu wachsen.

Pastinaken sind außerdem sehr robust: Zwar gibt es Schädlinge und Krankheiten wie die Möhrenfliege oder Mehltau - ein Befall ist aber eher unwahrscheinlich. 

#4 Fruchtfolge bei Pastinaken 

Setzt du in deinem Gemüsebeet auf eine optimale Fruchtfolge, sogst du so für eine optimale Nährstoffversorgung bei deinen Pflanzen und erhöhst die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge.

Zur idealen Vorkultur für Pastinaken gehört eine Gründüngung, zum Beispiel mit Lupinen oder Starkzehrern wie Tomaten oder Kohlgemüse. Nicht geeignet als Vorkultur sind hingegen Fenchel, Sellerie, Koriander oder andere Doldenblütler.

Pastinaken ernten und lagern

Besonders nach dem ersten Frost entwickeln deine Pastinaken einen ganz besonderen Geschmack. Im März oder April ausgesäte Wurzeln sind aber auch schon ab September erntereif, spätere Aussaaten ab Oktober.

Wenn du vor längeren Frostperioden noch einen Vorrat anlegen möchtest, kannst du das Gemüse in einem Eimer mit feuchtem Sand in einem kühlen Keller lagern. Zu trocken aufbewahrte Pastinaken werden nämlich schnell zäh. 

Du kannst kleinere Pastinaken vorsichtig aus der Erde ziehen. Größere Wurzeln solltest du allerdings nicht mit der Hand herausziehen, sie brechen schnell ab. Besser ist es, den Boden vor der Ernte der großen Wurzeln aufzulockern. 

Tipp: Um deine Pastinaken haltbar zu machen, kannst du sie fermentieren. Erfahre hier, wie du als Anfänger Fermentieren lernen kannst und welche Rezepte geeignet sind. 

Pastinaken: Aussaat oder Jungpflanzen setzen? 

Pastinaken werden vorzugsweise direkt ins Beet gesät. Denn beim Vorziehen können durch das Pikieren die empfindlichen Wurzeln verletzt werden.

Möchtest du deine Pastinaken trotzdem vorziehen, wähle Aussaat-Behältnisse, die für Tiefwurzler geeignet sind und säe eher einzeln. Nach den Eisheiligen kannst du die Jungpflanzen dann ins Beet setzen. 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Pastinaken & Mischkultur 

Was verträgt sich nicht mit Pastinaken

Zu den schlechten Nachbarn gehören Sellerie, Petersilie, Möhren, Kartoffeln, Tomaten, Rote Beete, Gurken, Kürbis, Zucchini und Lauch. 

Kann man Möhren und Pastinaken zusammen pflanzen?

Möhren und Pastinaken sind keine guten Beetnachbarn, da sie beide tief in die Erde wachsen und sich so gegenseitig Platz streitig machen. 

Sind Pastinaken Starkzehrer?

Nein, Pastinaken gehören nicht zu den Starkzehrern, sondern zu den sogenannten Mittelzehrern. Sie brauchen nicht zu wenige, aber auch nicht zu viele Nährstoffe. Das Wurzelgemüse hat also einen mäßigen Nährstoffbedarf

Kann man im Juli noch Pastinaken säen?

Bestenfalls säst du deine Pastinaken im Frühjahr, spätestens im frühen Sommer. So haben sie genügen Zeit zu wachsen, bis der Frost einsetzt. 

Quellenverzeichnis
Cover: MarianVejcik via Canva.com


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