31. Oktober 2023

Mischkultur mit Aubergine: Das sind gute Nachbarn

Auberginen sind gesund und kalorienarm. Ihre Flavonoide reduzieren freie Radikale, regen Bauchspeicheldrüse und Leber an. Du möchtest das gesunde Gemüse öfter genießen? Dann ist Selbstversorgung durch eine Mischkultur mit Aubergine und anderen Gewächsen eine gute Idee. Wir erklären dir, worauf du dabei achten musst und wie der Anbau gelingt.

Mischkultur mit Auberginen: Beetpartner, auf die du achten solltest

Bei einer Mischkultur handelt es sich um das gemeinsame Auspflanzen von Pflanzen verschiedener Gattungen, die sich nicht gegenseitig die Nährstoffe im Boden wegnehmen. Auf diese Weise können deine Gewächse besonders gut gedeihen.

Du fragst dich, wobei du bei einer Mischkultur mit Aubergine achten solltest? Im nächsten Abschnitt stellen wir dir eine Sortenvielfalt gemäß unserer Mischkultur-Tabelle vor.

Gute Nachbarn für Auberginen

Die dunkelviolette Eierfrucht gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse. Außerdem ist sie Starkzehrer, braucht also sehr viele Nährstoffe. Sie sollte deshalb nicht neben anderen Nachtschattengewächsen oder Starkzehrern kultiviert werden, um Schädlingsbefall und Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden. Das sind geeignete Nachbarn für Aubergine:

  • Bohnen binden die Stickstoffkonzentration im Boden und erleichtern der Auberginenpflanze die Nährstoffaufnahme.

  • Außerdem kannst du typische Schwachzehrer wie Spinat, Radieschen oder Salat neben den Starkzehrer pflanzen.

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  • Auch neben Topinambur und Kräutern gelingt der Anbau von Auberginen gut.

  • Weitere gute Nachbarn sind Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Mairübe oder Grünkohl. Erfahre in unserem Artikel mehr über die Grünkohl-Mischkultur.

Achtung: Verwechsle Topinambur nicht mit diesen Doppelgängern!

Mischkultur Aubergine Aubergine im Gewächshaus

Auberginen: Schlechte Nachbarn

Wenn du die sogenannte Eierpflanze mit anderen Gewächsen zusammen ins Freiland, in einen Topf oder ins Gewächshaus setzen möchtest, solltest du wissen, welche Pflanzen sich nicht als Nachbarn eignen, Diese Gewächse können das Auberginenwachstum hemmen:

  • Andere Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika

  • Verzichte auch auf Rote Bete und Erbsen, da diese mit der Aubergine um Licht und Platz konkurrieren

Aubergine-Mischkultur mit Kräutern

In diesem Abschnitt erfährst du, welche Kräuter du mit Auberginen im Hochbeet oder im Topf anbauen kannst. Beachte dazu auch unseren Aussaatkalender.

Als Nachbarn eignen sich vor allem Kräuter mit ähnlichem Nährstoffbedarf, die Schädlinge vertreiben, Stickstoffe eliminieren und Bestäuber anziehen. Dazu gehören diese:

  • Basilikum

  • Estragon

  • Koriander

  • Tagetes

  • Ringelblume 

  • Thymian

Fruchtfolge bei Aubergine

Wenn du nicht nur Auberginen säen, sondern die gesamte Saison über ernten möchtest, kannst du vor und nach den Auberginenpflanzen andere Gewächse ausbringen. Dabei solltest du bei der Fruchtfolge auf die richtigen Pflanzen setzen:  

Da Auberginen Starkzehrer sind, solltest du vorher Pflanzen kultivieren, welche die Nährstoffdichte im Boden nicht zu sehr ausdünnen (Schwachzehrer). 

Als Vorkultur für Auberginen eignen sich schnellwachsende Pflanzen wie Radieschen oder Salate. Für die Nachkultur solltest du winterharte Gewächse auswählen, zum Beispiel Knoblauch, Wintersalat oder Spinat (erfahre hier mehr zu Wintergemüse und Spinat anbauen). 

  • Grün&Gesund Praxistipp

Auberginensorten sind übrigens mehrjährig. Möchtest du auch im Folgejahr einen guten Ertrag erzielen, solltest du sie jedoch im Gewächshaus oder auf der Fensterbank überwintern. In unserem Artikel findest du mehr Tipps zur Permakultur im eigenen Garten.

Auberginen-Sämling

Pflanzplan-Beispiel: Aubergine in Mischkultur anbauen

Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden und eine gute Ernte zu erzielen, solltest du auf Nachbarn im Beet setzen, die Auberginen lieben. Andere Gewächse sollten immer in ausreichender Entfernung stehen. Du möchtest wissen, wie das konkret aussehen kann? Unser Pflanzplan für Aubergine und Beetpartner hilft dir sicherlich weiter.

Wir gehen davon aus, dass das Gemüsebeet 1 x 2 Meter groß ist. Auberginen sollten mittig stehen, um ausreichend Platz für Wachstum zu haben. Um die Jungpflanzen herum setzt du dann Basilikum, um für gute Bestäubung zu sorgen. Links und rechts der Aubergine kannst du Buschbohnen pflanzen, da diese Stickstoffe binden und den Boden durchlässig machen. In der nächsten Reihe können Kohlgewächse stehen, zwischen die du wiederum Kräuter - zum Beispiel Estragon - pflanzt. Die äußerste Reihe kann dann wieder aus Buschbohnen bestehen. 

Für unser Beispiel haben wir verwendet:

  • 1x Eierpflanze

  • 6x Basilikum

  • 20x Buschbohne (4 Reihen à 5x)

  • 4x Blumenkohl

  • 2x Estragon

Häufig gestellte Fragen zu Mischkultur mit Aubergine

Sind Aubergine und Gurke gute Nachbarn? 

Aubergine und Gurke sind keine idealen Nachbarn, denn die Pflanzen brauchen beide viele Nährstoffe. Doch sie konkurrieren nicht nur darum, sondern auch um Platz und Sonne. Ein weiterer Nachteil, wenn Gurken und Auberginen im Gewächshaus oder Beet nebeneinander stehen, ist:

Ein Befall mit Mehltau oder Spinnmilben wird dadurch wahrscheinlicher. Pflanze beides nur nach ausreichender Düngung mit Kompost und mit genügend Pflanzabstand nebeneinander.

Kann man Aubergine und Paprika zusammen pflanzen?

Paprika und Aubergine sollte man nicht zusammen pflanzen. Auch die Paprikapflanze ist ein Nachtschattengewächs und hat deshalb ähnliche Ansprüche an die Bodenqualität. Darum solltest du Eierfrüchte und Paprikagewächse entfernt voneinander anpflanzen.

Soll es dennoch eine Aubergine-Paprika-Mischkultur sein, solltest du möglichst optimale Voraussetzungen schaffen, zum Beispiel mit guter Anzuchterde, durch Mulchen und hochwertigen Flüssigdünger.

Kann man Aubergine und Tomaten zusammen pflanzen? 

Man sollte Aubergine und Tomaten nicht zusammen pflanzen, denn die leckeren Früchte benötigen beide einen sonnigen Standort. Weil sie Starkzehrer sind, muss der Boden während der Anbauphase nährstoffreicher sein als bei Schwach- oder Mittelzehrern. Außerdem haben beide Gewächse eine lange Entwicklungszeit, weshalb eine Aubergine-Tomate-Mischkultur keine gute Idee ist.

Wo pflanzt man am besten Auberginen?

Auberginen pflanzt man am besten im Hochbeet oder im Gewächshaus. Dort können sie gut gedeihen, sofern du für nährstoffreiche Böden sorgst. Das Gemüse mag es warm und sonnig.

Eierfrüchte wachsen am besten, wenn sie vorgezogen werden und dann auf Balkon und Terrasse umziehen. Achte beim Anbau der Aubergine in Mischkultur immer auf ausreichend Platz pro Pflanze und eine große Sortenvielfalt im Beet. So setzt eine Symbiose ein, die das Wachstum stärkt. 

Quellenverzeichnis
Cover: Andrei Ureche via Canva.com
Abb. 1: eleonimages via Canva.com
Abb. 2: sauletas via Canva.com


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