13. Februar 2024

Räuchern mit Kohle: So einfach ist es! (3 Schritte-Anleitung)

Das Räuchern ist für verschiedenste Anlässe und Lebenssituationen geeignet. Eine der beliebtesten Methoden: Räuchern mit Kohle.

Wir erklären dir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du dein Zuhause mit Räucherkohle energetisch reinigen kannst. 

Anleitung zum Räuchern mit Kohle in 3 einfachen Schritten

Es gibt zahlreiche Anlässe, um auf Räucherwerk zu setzen. Zu den gängigsten gehören: 

  • Einzug in vorher bereits bewohnte Räume

  • Einzug in einen Neubau

  • Beim Tauschen von Räumen

    Gratis Video-Bundle:

    Lerne von den besten ganzheitlichen Gesundheits-Experten und lass Dich zu mehr Lebensenergie & Vitalität begleiten!

  • Nach einem Todesfall

  • Nach unangenehmen Besuchern

  • Nach dem Erhalt einer schlechten Nachricht

  • Nach einem traumatischen Erlebnis

  • Nach Schäden durch Elemente

Letztlich bestimmst aber nur du den Anlass des Räucherns. Hast du das Gefühl, dass dir das Verräuchern gerade gut tun würde - mach es. 

Befolge diese 3 Schritte zum Räuchern mit Kohle: 

Schritt 1: Vorbereitung

Du brauchst:

  • Räuchergefäß

  • Räuchersand

  • Räucherkohle

  • Räucherlöffel (Zum Dosieren der Räuchermischung)

  • Zange (Für einfacheres Anzünden)

Welche Kohle zum Räuchern?

Je nachdem, wie lange du Räuchern möchtest, kannst du auch deine Kohle auswählen. Die Kohletabletten gibt es in verschiedenen Durchmessern: Die kleineren Varianten haben meist eine Brenndauer von etwa einer halben Stunde. Möchtest du größere oder sehr viele Räume räuchern, beispielsweise bei einer kompletten Hausreinigung, lohnen sich die größeren Tabletten.

  • 33 mm Durchmesser (Brennzeit bis 50 Minuten) 

  • 40 mm Durchmesser (Brennzeit bis 70 Minuten) 

  • 50 mm Durchmesser (Brennzeit bis 120 Minuten) 

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Räucherkohle unterschieden:

  • Kohle mit Schnellanzünder: Ist einfach anzuzünden, hat aber einen Eigengeruch. Wer den nicht mag, kann die Kohle auch draußen anzünden und erst nach dem Durchglühen wieder ins Haus holen.

  • Kohle ohne Schnellanzünder: Kaum Eigengeruch, dafür deutlich schwieriger anzuzünden. So oder so lohnt es sich, darauf zu achten, dass die Kohle eine hohe Qualität besitzt. Billige Alternativen sind oftmals voller chemischer Brandbeschleuniger. 

Weihrauch, Harze, Kräuter: Welches Räucherwerk mit Räucherkohle räuchern?

Räucherkohle ist vielseitig: Auf ihr kannst du alle Arten von losem, zerkleinerten Räucherwerk räuchern.

Gut geeignet sind beispielsweise Kräuter wie:

Tipp: Erfahre hier, wie du Beifuß räuchern kannst. 

Blüten und Früchte:

  • Gewürznelken

  • Hagebutten

  • Holunderblüten (Wenn du weißt, wann Holunder blüht, kannst du ihn sogar selbst ernten!)

  • Jasminblüten

  • Kakaoschalen

  • Kamillenblüten

  • Lavendelblüten

  • Orangenschalen

  • Rosenblüten

Harze:

  • Benzoe

  • Copal

  • Dammar

  • Fichtenharz

  • Guggul

  • Kampfer

  • Ladanum

  • Mastix

  • Myrrhe

  • Opoponax

  • Styrax

  • Weihrauch

Hölzer und Wurzeln:

  • Alantwurzel

  • Engelwurz

  • Fichtennadeln

  • Meisterwurz

  • Palo Santo

  • Sandelholz

  • Teufelskralle

  • Veilchenwurzel

  • Zeder

Du kannst dein Räucherwerk aber auch vom Anlass abhängig machen:

  • Für Reinigung: Salbei, Lorbeer, Weihrauch, Beifuß oder Myrrhe.

  • Für die Seele: Sandelholz, Rosenblüten, Orangenblüten, Lavendelblüten oder Lindenblätter.

  • Für Innere Balance: Apfelbaumholz, Granatapfel, Johanniskraut, Rosenblätter, Rosenharz oder Rotsandelholz.

  • In vielen Läden gibt es außerdem fertige Räuchermischungen

Welches Gefäß zum Räuchern mit Räucherkohle?

Zum Räuchern mit Kohle brauchst du in erster Linie ein feuerfestes Gefäß. Geeignet sind beispielsweise Schalen aus Keramik, Ton, Kupfer, Speckstein oder Messing.

Wichtig ist zudem, dass deine Räucherschale groß genug ist - damit sich das Material nicht so schnell aufheizt. Um eine zu hohe Temperaturentwicklung zu verhindern, kannst du außerdem Sand in die Schale geben.

Wichtig: Stelle deine Schale immer auf einen hitzebeständigen Untergrund, um Schäden an Möbeln zu vermeiden. 

Schritt 2: Räucherkohle anzünden 

Wichtig: Schalte vor dem Räuchern Rauchmelder in deiner Wohnung aus (nach dem Räuchern, sobald der Rauch verzogen ist, unbedingt wieder einschalten!).

Stelle deine Räucherkohle dann senkrecht auf den Sand in der Räucherschale und zünde sie mit einem Feuerzeug an. Durch diese Position kann die Kohle schneller durchbrennen.

Wenn du die Kohle noch besser belüften möchtest, kannst du in der Mitte einen kleinen Sandhügel aufschichten und die Kohle darauf platzieren - oder du sorgst mit Rillen für bessere Belüftung. Warte, bis die Kohle rundherum eine graue Schicht aus Asche gebildet hat - etwa 10 bis 15 Minuten. Dann ist sie vollständig durchgebrannt. Jetzt kannst du sie flach auf den Sand legen und dein Räucherwerk darauf platzieren. Ein halber Teelöffel reicht völlig aus. 

Schritt 3: Richtig Räuchern

Jetzt kannst du entweder zuerst dich selbst von oben nach unten räuchern oder direkt bei der Eingangstür beginnen. Dann gehst du entgegen dem Uhrzeigersinn durch alle Räume und achtest darauf, dass der Rauch auch tatsächlich in alle Ecken gelangen kann. Dazu kannst du mit den Händen fächeln oder den Rauch mit einer Feder in der Luft verteilen. 

Halte immer frisches Räucherwerk bereit. Irgendwann verbrennt das alte Räucherwerk und du musst neues nachlegen. Eine festgelegte Reihenfolge, wie deine Räucherung ablaufen muss, gibt es nicht. Lass dich hier von deiner Intuition und deinem Bauchgefühl leiten. 

Wichtig: Das Räucherwerk sollte niemals mit Flamme brennen, sondern nur glühen

Nach dem Räuchern solltest du duschen und auch deine Haare waschen - sonst kann der Rauch am nächsten Tag zu Kopfschmerzen führen. 

Wie lösche ich glühende Räucherkohle?

Ist deine Räucherung beendet, solltest du die Kohle bestenfalls ersticken. Dafür nimmst du einfach den Sand aus der Räucherschale und bedeckst die Kohle damit. Ist sie vollständig erkaltet, kannst du sie ganz normal entsorgen.

Wer möchte, kann die Kohle aber beispielsweise auch mit einem Ritual der Natur zurückgeben

Mit Wasser solltest du die Kohle eher nicht löschen, das kann zu unschönen Flecken führen. Außerdem ist dann auch der Sand unbrauchbar und muss entsorgt werden. Durch das Ersticken kannst du ihn aber öfter verwenden. 

Vor- und Nachteile beim Räuchern auf Kohle

Vorteile:

  • Beim Räuchern mit Kohle hast du die Wahl: Vielfältige Räucherwerke sind geeignet. Ganz egal, ob selbst gemischt oder fertig gekauft.

  • Der Prozess ist vergleichsweise unkompliziert - du brauchst nur eine "Grundausstattung".

Nachteile:

  • Die Rauchentwicklung kann sehr stark sein. Achte deshalb unbedingt darauf, das Räucherwerk rechtzeitig zu wechseln und im Zweifelsfall auf Räucherwerk zu setzen, das generell keine starke Rauchentwicklung hervorruft. 

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Mit Kohle räuchern"

Was ist besser: Räuchern mit Kohle oder Stövchen? 

Das Räucherstövchen ist eine sanftere Alternative zur Kohle, weil die Kräuter hier nur leicht angesengt werden. Der Duft ist milder, es gibt kaum Rauchentwicklung. Du kannst auch dein Räucherstövchen selber machen.

Räuchern mit Kohle - mit Sand oder ohne? 

Der Sand beim Räuchern mit Kohle verhindert nicht nur, dass die Schale zu heiß wird, er hilft dir auch, die Kohle im Anschluss zu löschen. Du solltest bestenfalls also immer Sand in deine Räucherschale geben. Die Wirkung der Räucherung wird dadurch nicht beeinflusst. 

Wie räuchert man richtig mit Kohle?

Zuerst zündest du die Kohle an und wartest, bis sie durchgebrannt ist. Dann kannst du das Räucherwerk auf die glühende Kohle auflegen und durch die Räume gehen, die du räuchern möchtest. Im Anschluss erstickst du die Kohle im Sand. 

Quellenverzeichnis
Cover: https://fec982a52.s3.amazonaws.com/73007/a2bc569b-f21c-505e-ecc5-5978a80df96d/zm9o9ui5vng99rba/1.png


Sag uns Deine Meinung...

Du hast schon ein Grün&Gesund Konto? Hier einloggen...

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Diese Artikel könnten Dir auch gefallen:

>