17. Juni 2023

Grounding und Earthing: Was ist das und kann Erdung heilen?

Du kennst sie bestimmt: Menschen, die bei jedem Wetter barfuß laufen oder jeden Morgen in einem Natursee schwimmen gehen. Ebenso gibt es Menschen, die in der Natur meditieren oder barfuß Qigong- oder Yoga Übungen ausüben. Und du hast bestimmt schon von der wundervoll erdenden Gartenarbeit oder regelmäßigem Waldbaden gehört.

Menschen, die solchen naturnahen Tätigkeiten nachgehen, sind gesund, fit, ausgeglichen und strotzen vor Energie. Aber warum ist das so? Was es mit Grounding oder Earthing, auch Erdung genannt, auf sich hat und welche Möglichkeiten es gibt, sich zu erden, erklären wir dir in diesem Beitrag.

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Ein Baby schreit und schreit. Es kann sich nur beruhigen und ruhig schlafen, wenn die Mutter es in den Händen hält und barfuß auf einer Wiese umher läuft.


Eine 36 jährige Patientin mit Multipler Sklerose nutzt Grounding als letzte Möglichkeit auf Besserung ihres Gesundheitszustandes, nachdem ihr die Ärzte jegliche Hoffnung nahmen. Sie erfuhr eine deutliche Besserung durch eine Grounding-Therapie und fand wieder in ein sorgenfreies Leben zurück.


Radrennteams bei der Tour de France nutzen seit Jahren die heilende Erdung nach dem strapaziösen Rennen. Die bessere Heilung der Wunden, weniger Sehnenentzündungen, besserer Schlaf und weniger Krankheiten nach dem stressreichen Rennen führten dazu, dass immer mehr Spitzensportler Grounding nutzen.

Was ist Grounding? Kurzübersicht

Grounding (Übersetzung aus dem Englischen:  "ground" = der Boden, die Erde) beschreibt eine Regulierung des Körpers durch heilsame Erd-Energie.

Mit Hilfe von verschiedenen Techniken und Hilfsmitteln ist es möglich, deine eigene Energie mit der Energie der Erde zu verbinden. Dabei wird deine eigene, innere Energie reguliert. Es stellt sich ein Gefühl von innerer Ruhe und Ausgeglichenheit ein. Zudem ist es möglich, durch Grounding eine heilsame Unterstützung für verschiedene Krankheitsbilder zu erfahren.

Gibt es einen Unterschied zwischen Erdung, Grounding und Earthing?

Alle drei Begriffe beschreiben die heilsame Erdung durch den Austausch von Energie zwischen unserer inneren Energie und der Erd-Energie. Dieser Austausch bringt unseren Körper und Geist wieder in Balance und verbindet uns mit der Erde, der Natur. 

Wie funktioniert Grounding?

Grounding ist ein natürlicher Vorgang, bei dem Körper und Geist in Verbindung mit der natürlichen elektrischen Ladung der Erde treten. Es findet ein energetischer Ausgleich (Elektronen-Ausgleich) über die Haut, Haare oder Füße statt.

Fast jeder Mensch in der westlichen Welt hat sich mehr oder weniger von der eigentlichen Natur und der Erde entfernt. Der körperliche Kontakt mit der Erde ist bei vielen Menschen komplett unterbrochen.

Die natürliche Erdung fehlt durch:

●      Das Tragen von Schuhen mit gummierten Sohlen

●      Sitzen und Schlafen weit über dem Boden

●      Mit Kunststoff isolierten und gedämmten Wohnhäusern

●      Kunststoff in Kleidung oder in Picknickdecken und Sitzkissen

●      Fehlenden Kontakt zur Natur

Dabei braucht der Mensch die Erde und die Natur, um gesund leben zu können. Es ist nicht nur emotional wichtig, sich mit den Elementen zu verbinden, sondern auch körperlich und energetisch.

Grounding und Earthing damals und heute: Entkopplung des Menschen von der Natur

Das heutige Leben spielt sich hauptsächlich in geschlossenen Räumen ab. Um uns herum sind nichtleitende Materialien, wie Kunst- und Dämmstoffe, verbaut. Unsere Schuhe haben Kunststoffsohlen, unsere Kleidung besteht zunehmend aus nicht leitenden Kunststoffmaterialien.

Wir sitzen und liegen auf erhöhten Möbeln. Durch viele elektrische Geräte bauen wir neue, künstliche Energiefelder um uns herum auf. Wir entkoppeln uns damit zunehmend von der Erd-Energie, selbst wenn wir draußen unterwegs sind.

In früheren Zeiten waren die Menschen hauptsächlich draußen und zu Fuß unterwegs. Sie hatten ständig Hautkontakt zur Mutter Erde. Sie saßen auf der Erde, schliefen auf dem Boden oder bodennahen Lagern und liefen teils barfuß. Selbst Lederschuhe, die nur bedingt eine elektrische Verbindung zur Erde zulassen, wurden durch feuchte Wiesen und Wege leitfähig.

Warum brauchen wir heilende Erd-Energie?

Wir Menschen sind in der Lage, mit unseren Sinnen die Welt wahrzunehmen. Wir können riechen, schmecken, hören, fühlen und sehen. Was viele Menschen nicht (mehr) wahrnehmen können, sind Energien.

Unsere Erde ist von einem elektrischen Feld umgeben, ähnlich einem riesigen natürlichen Magneten. Die Ladung der Erdoberfläche ist negativ. Das bedeutet, dass unsere natürliche Umwelt voller freier negativ geladener Elektronen ist.

Alles, auch wir Menschen, besteht aus Atomen. Neutrale Atome sind aus einer gleichen Anzahl negativ geladener Elektronenpaare und positiv geladener Protonen aufgebaut. Bei Stoffwechselprozessen können Atome Elektronen verlieren und werden zu freien Radikalen.

Diese freien Radikale sind wichtig und helfen unserem Organismus, das Immunsystem zu schützen. Durch vermehrte Infektionen, Umweltgifte, Stress und unausgewogener Ernährung werden aber zu viele freie Radikale gebildet. Diese zu vielen freien Radikale führen zu oxidativen Stress in unserem Körper. Oxidativer Stress kann die Entstehung von vielen chronischen Krankheiten begünstigen.

Tipp: Ein tolles Buch zum Thema Erdung ist übrigens “Earthing - Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt” von Martin Zucker und Stephen Sinatra. 

Welche Effekte hat Grounding auf die Gesundheit?

Viele Studien belegen: Durch Grounding können wir gegen oxidativen Stress Abhilfe schaffen. Den freien Radikalen fehlen ungebundene negative Elektronen und genau diese hat unsere Erde.

Schaffen wir Möglichkeiten für einen Austausch dieser heilsamen Erd-Energie und unserem Körper, können die freien Radikale neutralisiert werden. Somit findet der Körper wieder zurück ins Gleichgewicht.

Grounding hat mögliche positive Effekte bei:

●      chronischen Schmerzen und Entzündungen

●      Schlaflosigkeit

●      Stress und Bluthochdruck

●      Energielosigkeit und Erschöpfung

●      Muskelverspannungen und Kopfschmerzen

●      Herz-Kreislauferkrankungen

●      Immunschwäche

●      Chronischen Erkrankungen

●      Hormonellen Problemen

●      Autoimmunkrankheiten

●      Depressionen

●      Schlecht heilenden Wunden

●      Vorzeitiger Alterung


Das bedeutet: Beim Grounding....

●      stärkst du dein Immunsystem

●      verbessert sich dein Schlaf

●      verbessert sich die Fließeigenschaft des Blutes

●      dein Blutdruck senkt sich

●      dein Wohlbefinden wird gestärkt

●      Anspannungen bauen sich ab

●      Deine innere Energie kehrt zurück

●      Der Hormonhaushalt wird normalisiert

Grounding sollte regelmäßig und langfristig praktiziert werden. Der energetische Ausgleich findet immer in dem Moment statt, in dem der Körper Kontakt zur Erde hat. Es funktioniert wie ein Akku. Sind wir nicht geerdet, weil wir beispielsweise mit Schuhen unterwegs sind, verliert sich die positive Wirkung der Erdung. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich eine erdende Routine in den Alltag einzubauen, um das Akku immer wieder aufzuladen und lang anhaltende positive Effekte zu erreichen.

Praktiken und Hilfsmittel sich zu erden

Völlig kostenlos sind die natürlichen Praktiken, die sich in den Alltag integrieren lassen. Möglich wären regelmäßiges Barfußlaufen, Schwimmen im Natursee oder im Meer, das Kneippen als ganzheitlich gesunder Lebensstil, das Waldbaden, Wildkräuter sammeln oder das Gärtnern im Selbstversorgergarten.

Es gibt aber auch Hilfsmittel, die sich sehr einfach in den Alltag integrieren lassen und den Körper quasi im Schlaf, während der Arbeit oder beim Relaxen erden.

10 Übungen und Hilfsmittel, um dich mit der heilenden Energie zu verbinden

Du hast die Wahl zwischen vielen verschiedenen Möglichkeiten, um dich immer wieder mit der heilenden Energie zu verbinden. Finde mit den folgenden 10 Möglichkeiten eine Routine, die zu dir und deinem Leben passt:

Kostenfreie Erdungs-Übungen in der Natur

Die Natur beschenkt dich jederzeit mit ihrer heilenden Energie. Hast du die Möglichkeit, diese Erd-Energie zu nutzen, binde die folgenden Übungen so oft es geht in deinen Alltag ein.

1# Barfuß gehen

Die einfachste und zugleich effektivste Art, sich mit der Erde zu verbinden, ist das Barfußgehen. Durch den direkten Hautkontakt verbindest du dich mit dem Energiefeld der Erde und ermöglichst dir den gewünschten Ausgleich.

Idealerweise verbindest du dich mit der Erd-Energie auf einer Wiese, am Strand, auf Steinen oder im Wald. Das natürliche elektrische Gleichgewicht deines Körpers wird wieder hergestellt. Es hilft dir dabei, dich zu regenerieren und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Wann immer es dir möglich ist, ziehe deine Schuhe aus. Nur so kannst du auf leitfähigen Oberflächen den Kontakt zur Erde und dem Energiefeld aufnehmen. Selbst in der kalten Jahreszeit ist kurzes bewusstes Barfußlaufen möglich. Achte aber darauf, dass du dir keine Erkältung einfängst.

2# Meditation

Meditieren geht überall. Setze dich zum Meditieren auf eine Wiese, in den Sand oder auf einen Stein in die Natur. So gleichst du deine energetische Energie aus und entspannst dich von deinem Alltag. Achte auf Hautkontakt zur Erde und natürliche Kleidung.

3# Qi Gong oder Yoga

Du praktizierst gern Qi Gong oder Yoga? Verlege deine nächste Praxis nach draußen. Ziehe deine Schuhe und Socken aus und praktiziere. Zum Abschluss legst du dich direkt auf den Erdboden, die Wiese oder den Sand und tauchst ab in die Tiefenentspannung.

4# Schwimmen im Natursee

Wenn du einen See oder sogar das Meer in der Nähe hast, gehe so oft es geht schwimmen. Auch wenn es kalt ist oder regnerisch, mit der Zeit gewöhnt sich dein Körper daran. Du kannst auch nur mit den Füßen ins Wasser gehen. Berühre bewusst mit den Händen die Wasseroberfläche, tauche ab ins kühle Nass. Jede Berührung zählt.

5# Wildkräuter sammeln

Du kennst schon einige Wildkräuter? Prima, dann gehst du mit einem kleinen Körbchen das nächste Mal barfuß über die Wiese oder durch den Wald. Setze dich neben die Wildkräuter und betrachte sie genau. Vielleicht entdeckst du noch andere Pflanzen und Käfer oder schaust einfach den Wolken zu.

Wichtig: Wenn du essbare Wildpflanzen sammeln gehst, solltest du sie richtig bestimmen können, um Verwechslungsgefahren mit giftigen Doppelgängern zu vermeiden. Erfahre hier mehr über Pflanzen und deren Verwechslungsgefahren:

Schlehen: Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern?

6# Gärtnern

Einen Garten zu besitzen ist wunderbar. Aber auch, wenn du in der Stadt wohnst, kannst du dich in Gemeinschaftsgärten oder im Hinterhof nützlich machen. Das Gärtnern in der Natur erdet indem du mit den Händen in der Erde arbeitest und Pflanzen berührst.

Zum Beispiel kannst du Radieschen anbauen oder ein Hügelbeet anlegen. Du unterstützt den Effekt, wenn du deine Schuhe ausziehst und barfuß der Gartenarbeit nachgehst. Wichtig ist, dass du keine Handschuhe trägst und dein Hochbeet oder Kübel nicht aus oder mit Kunststoff ausgekleidet ist.

7# Waldbaden

Ein Spaziergang im Wald hat viele positive Effekte für deine Gesundheit. Du musst nicht unbedingt einen Baum umarmen, wenn dir nicht danach ist. Du kannst dich auch einfach an seinem Fuß niederlassen und am Stamm lehnend die Wirkung des Waldes in dich aufnehmen. Viele Waldwege sind feucht. Ziehe an geeigneten Stellen die Schuhe aus und laufe achtsam barfuß weiter. Ist ein Bach in der Nähe? Kühle deine Füße darin.

Hilfsmittel sich im Alltag zu erden

Es gibt inzwischen viele Produkte, die dir helfen, dich in deinem Alltag zu erden. Sie alle können dauerhaft eingesetzt werden. Denn ein zu viel an Erdung gibt es nicht. Je mehr oder länger du dich erdest, desto besser ist die Unterstützung bei der Heilung und Prävention von Krankheiten

8# Erdungs-Bettlaken

Mithilfe dieser Erdungs-Spannbetttücher tankst du die heilenden Elektronen quasi im Schlaf. Während du auf einem Erdungs-Bettlaken liegst, spannt sich ein Schutzschirm um dich herum auf, der dich vor Elektrosmog schützt. Du wirst die ganze Nacht geerdet. Dein Körper kann sich in dieser Zeit besser regenerieren. Du erkennst dies an einem tieferen Schlaf und einem erholten Aufwachen.

9# Erdungs-Matten

Um sich am Bildschirmarbeitsplatz vor Elektrosmog zu schützen und gleichzeitig zu erden, gibt es Erdungs-Matten für die Füße und als Schreibtischunterlage. Der Kontakt mit den Füßen und Händen auf den Matten erdet dich während der Arbeitszeit.

10# Geerdete Yogamatten und weitere Hilfsmittel

Für deine tägliche Yogapraxis, Meditation und Gymnastikübungen gibt es Matten, die ebenso wie die Erdungs-Bettlaken und Erdungs-Matten über das Erdungskabel in der Steckdose verbunden sind. Damit ist ein wesentlich effektiveres Training möglich.

Zudem gibt es noch weitere Hilfsmittel. Beispiele wären Erdungs-Schuhriemen oder -socken. Erdungsbänder können flexibel eingesetzt werden. Mit einem Erdungs-Überwurf für dein Sofa kannst du dich auch beim Entspannen erden. Es gibt zudem Möglichkeiten, einen Rollstuhl zu erden. So können sich auch körperlich eingeschränkte Menschen im Alltag mit der heilenden Energie verbinden.

Quellenverzeichnis
Cover: David Pereiras via Canva.com


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