25 Grün&Gesund-Praxistipps für ganzheitliche Gesundheit, die wenig oder kein Geld kosten


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6 Praxistipps für eine
erfolgreiche Selbstversorgung!

Von der Saat bis auf den Teller.

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Gesundheit können wir nicht kaufen. Aber unsere tagtäglichen Entscheidungen, die unseren Lebensstil beeinflussen, haben wir selbst in der Hand. Und damit haben wir auch in Zeiten der Inflation und knapper werdender finanzieller Ressourcen eine Fülle an Möglichkeiten, unsere Gesundheit durch einen gesunden Lebensstil zu unterstützen. 

Dass man nicht unbedingt viel Geld braucht, um gesund und glücklich alt zu werden, zeigt der Blick auf die 5 Blue Zones der Erde. Der Autor Dan Buettner fasst in seinem Konzept der Blue Zones zusammen, warum die Menschen auf Okinawa, Sardinien, Ikaria und der Nicoya-Halbinsel von Costa Rica sowie die Siebenten-Tags-Adventisten in Loma-Linda (Kalifornien) bei bester Lebensqualität besonders alt werden: Sie bewegen sich mäßig, aber regelmäßig, haben einen Lebensinhalt, sorgen für Stressabbau, ernähren sich pflanzenbasiert bei nur mäßiger Zufuhr von Nahrungsenergie und konsumieren nur wenig Alkohol. Sie engagieren sich in der Spiritualität, im Familien- sowie im gesellschaftlichen Leben.

In unseren Zonen und in unserer heutigen Zeit sind das Vermeiden von Toxinen und die Unterstützung der körpereigenen Entgiftungssysteme weitere Voraussetzungen, um gesund zu bleiben. Daher bilden die Themenbereiche Detox, vitalstoffreiche Ernährung, Selbstversorgung und Wildpflanzen sowie sauberes Trinkwasser die Schwerpunkte unseres Grün&Gesund Magazins.

Mit diesen 25 Grün&Gesund Gesundheitstipps möchten wir dich zu einem grünen und gesunden Lebensstil inspirieren, der zugleich nachhaltig ist und neben deinem Portemonnaie auch die natürlichen Ressourcen schont. Suche dir heraus, welche Gesundheitstipps dich ansprechen und womit du gerne dein Wohlbefinden steigern möchtest!

1. Trinke ausreichend Wasser

Du weißt bestimmt, dass der Körper zu 2/3 aus Wasser besteht und für seine vielfältigen Funktionen Wasser benötigt. Aber ist dir auch bewusst, dass der Körper Wasser nicht speichern kann und daher auf regelmäßiges Trinken angewiesen ist?

Erich Meidert, der Experte für sauberes Trinkwasser aus der Grün&Gesund Akademie, empfiehlt, pro Tag ca. 35 ml pro kg Körpergewicht zu trinken – bei vermehrtem Schwitzen durch Sport oder Hitze entsprechend mehr. Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn bereits eine leichte Dehydratation besteht und lässt bei dauerhafter Dehydratation sowie im Alter weiter nach.

Morgens ist dein Körper leicht dehydriert, da du nachts während des Schlafens nichts trinkst. Trinke daher gleich morgens nach der Zahnpflege als Erstes ein großes Glas Wasser! Unsere Ayurveda-Expertin Katrin Blüge empfiehlt warmes Wasser, da es entgiftend wirkt und die Verdauung anregt. Mit warmem Zitronenwasser lässt sich die morgendliche Entgiftung zusätzlich unterstützen: Gib einfach den Saft einer halben Zitrone in das warme Wasser. 

Trinke im weiteren Tagesablauf zwischen den Mahlzeiten (nicht zu den Mahlzeiten), um die Magensäure nicht zu verdünnen. Die Magensäure spielt eine zentrale Rolle für eine gesunde Verdauung.

2. Selbstversorgung von der Fensterbank bis zum Selbstversorgergarten

Die Ernährung mit qualitativ hochwertigem Obst und Gemüse ist neben sauberem Trinkwasser eine wichtige Basis für deine Gesundheit. Zugleich stellen die Ausgaben für Lebensmittel – und besonders Gemüse – einen der größten Kostenfaktoren bei den Lebenshaltungskosten dar. 

Die Selbstversorgung bietet dir eine kostengünstige Alternative zum Einkaufen. Denn die Qualität von Obst, Gemüse, Salat und Kräutern ist neben der Qualität des Bodens vor allem vom Zeitpunkt der Ernte abhängig: Obst und Fruchtgemüse entfalten das volle Potenzial an Nährstoffen erst mit ihrer vollständigen Reife; zudem haben alle pflanzlichen Lebensmittel und besonders Blattgemüse, Salate und Kräuter bei der Ernte die höchste Nährstoffdichte. 

Die meisten Vitamine, sekundären Pflanzenstoffe und Enzyme sind instabile Verbindungen und werden während der Lagerung nach und nach abgebaut. Davon ausgenommen sind Mineralien, Spurenelemente und unter den sekundären Pflanzenstoffen z. B. Bitterstoffe oder die blau-violett färbenden Anthozyane.

Je nachdem, wie viel Zeit und Platz dir zur Verfügung steht, kannst du dich in unterschiedlichem Ausmaß – vom Sprossenglas über die Fensterbank bis zum Selbstversorgergarten – kostengünstig aus eigener Ernte versorgen.

 Saatgut in Bio-Qualität erhältst du in unserem neuen Onlineshop Grün&Vital.

3. Mietacker – eine Alternative zum eigenen Garten

Wenn du nach einer größeren Alternative zum Selbstversorgergarten suchst, bietet dir ein Mietacker die Möglichkeit, dich mit Obst, Gemüse, Salat und Kräutern aus eigener Ernte zu versorgen. 

Angebote findest du bei Landwirten und Privatleuten in deiner Nähe oder online z. B. bei den Ackerhelden

4. SoLaWi – regional, saisonal und kostengünstig einkaufen

Als weitere Alternative zum Selbstversorgergarten bietet dir eine SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) die Möglichkeit, erntefrisches, saisonales und regionales Obst und Gemüse in bester Qualität und im Vergleich zum Markt oder Bioladen kostengünstiger einzukaufen.

In einer SoLaWi übernimmst du zusammen mit weiteren privaten Haushalten die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebes über einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Jahr. Dafür erhältst du deine Ernteanteile, z. B. in Form einer wöchentlichen Gemüsekiste. 

Die Mitarbeit beim Jäten, Gießen oder Ernten ist in der Regel freiwillig. Sie bietet dir aber die Gelegenheit, nach Absprache nebenbei etwas „Ackerbegleitkraut“ wie Melde, Hirtentäschel oder Knopfkraut zu sammeln. 

Eine SoLaWi in deiner Nähe findest du z. B. beim Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

5. Essbare Wildpflanzen – Selbstversorgung aus der freien Natur

Essbare Wildpflanzen haben vielfältige positive Effekte auf deine Gesundheit und nehmen daher bei Grün&Gesund einen sehr hohen Stellenwert ein. Aus ernährungsphysiologischer Sicht enthalten Wildpflanzen im Vergleich zum Kulturgemüse ein Vielfaches an Nährstoffen:

  • Mineralien sorgen für eine optimale Hydrierung und einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.
  • Zusammen mit Vitaminen unterstützen Mineralien als Cofaktoren von Enzymen den Energie- und Baustoffwechsel sowie das Immun- und Entgiftungssystem.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe können u. a. antioxidativ, antimikrobiell und entzündungshemmend wirken.
  • Natürliche Bitterstoffe sowie lösliche und unlösliche Nahrungsfasern unterstützen dein Entgiftungs- und Verdauungssystem und stabilisieren den Blutzuckerspiegel.

Aus ganzheitlicher Sicht profitierst du beim Sammeln von weiteren positiven Nebeneffekten: 

Du bewegst dich zu jeder Jahreszeit in der freien Natur, stärkst beim Waldbaden dein Immunsystem, baust dabei Stress ab und bildest (während des Sommerhalbjahres) Vitamin D, erfährst Erdung und unterstützt im Kontakt mit den Pflanzen die Vielfalt deines Mikrobioms. Indem du Wildpflanzen als Geschenke der Natur annimmst, erlebst du Dankbarkeit. 

6. Clean eating – Hafermilch, Ketchup und Marmelade aus dem eigenen Vorratsschrank

Teure und häufig gebrauchte Basics wie Hafermilch, Pesto und Senf lassen sich auch einfach selbst herstellen. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass keine ungesunden Zusatzstoffe enthalten sind.

Aus Ketchup und Mayo werden sogar gesunde Varianten, wenn du qualitativ hochwertige Zutaten verwendest. Bei besonderen Leckereien wie Marmelade, Schokolade und Eis hast du die Art und Menge des Süßungsmittels selbst in der Hand.

7. Schmauen, schmecken und kauen für eine gesunde Verdauung

Nicht nur was wir essen, sondern auch wie wir essen, spielt eine Rolle für die Gesundheit. Denn achtsames und genussvolles Essen sowie ausreichendes Kauen und Schmecken optimieren deine Verdauung.

Nimm dir daher ausreichend Zeit, dein Essen gründlich und genussvoll zu kauen. Beim Kauen werden Kohlenhydrate vorverdaut und die Verdauungsorgane werden über Hormonsignale auf die bevorstehende Verdauung vorbereitet. Du schluckst weniger Luft und kannst dadurch Völlegefühl und Blähungen vorbeugen. Und nicht zuletzt trägt gründliches Kauen zur Mundgesundheit bei, indem das Zahnfleisch und die Kaumuskulatur gestärkt werden.

8. Hara hachi bun me – weniger essen und trotzdem satt werden 

Seinen Magen nicht komplett zu füllen, wird in verschiedenen Kulturkreisen empfohlen, denn das unterstützt nicht nur das Abnehmen, sondern ist nachgewiesenermaßen auch mit Langlebigkeit assoziiert. In Japan bedeutet die konfuzianisch inspirierte Weisheit „Hara hachi bun me“ in etwa: Höre auf zu essen, wenn dein Magen zu 80 % gefüllt ist!

Auf der japanischen Insel Okinawa befolgen die Menschen diese Regel seit Generationen und werden damit außergewöhnlich alt. Auch die ayurvedische Ernährungslehre empfiehlt, den Magen nur zu 2/3 zu füllen. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Magen schon fast voll ist, warte noch ca. 20 Minuten ab – so lange dauert es nämlich, bis das Sättigungsgefühl einsetzt. 

9. Schlafe ausreichend

Neben sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge und einer vitalstoffreichen Ernährung ist ausreichend Schlaf ein weiteres Grundbedürfnis, da sich Körper und Psyche im Schlaf regenerieren. Das Lymphsystem des Gehirns (das glymphatische System) wird im Schlaf entgiftet. Trotzdem wird die Bedeutung des Schlafs für die Gesunderhaltung häufig unterschätzt. Räume deinem Schlaf daher die entsprechende Priorität ein und sorge dafür, dass du ausreichend und gut schlafen kannst.

Die optimale Schlafdauer ist individuell und hängt z. B. von Alter und Sport ab. Für die meisten Erwachsenen liegt sie zwischen 6 und 8 Stunden. Wer viel Sport treibt, benötigt 1-2 Stunden mehr.

Die wichtigsten Tipps für eine gute Schlafqualität:

• In den 2 Stunden vor dem Schlafen solltest du nicht mehr essen oder Sport treiben.

• Dein Schlafzimmer sollte gut gelüftet, ca. 18 °C kühl und möglichst leise und dunkel sein.

• Dein Schlafzimmer sollte frei sein von elektromagnetischer Strahlung durch Fernseher, Radio oder Computer.

10. Achte auf deinen zirkadianen Rhythmus

Der zirkadiane Rhythmus wird durch ein komplexes Wechselspiel zwischen den Hormonen Melatonin und Cortisol gesteuert. Eine gute Schlafqualität setzt voraus, dass das Stresshormon Cortisol durch Bewegung tagsüber abgebaut wird und dafür abends das Schlafhormon Melatonin produziert wird. Die Sekretion von Melatonin in der Zirbeldrüse wird durch Licht gesteuert. Daher empfiehlt es sich, abends ab ca. 18 Uhr nur noch gedämpftes Licht zu verwenden und die Lichtquelle auf niedrige Tische oder auf den Boden zu stellen. 

Vermutlich wirst du eine entspannende und beruhigende Stimmung spüren, denn Lichtquellen von unten sprechen – wie die untergehende Sonne oder ein Lagerfeuer – spezielle Rezeptoren im oberen Bereich der Netzhaut an, die in der Zirbeldrüse die Melatoninproduktion anregen.

Wenn du abends noch am Bildschirm arbeitest, kannst du das blaue Licht mit einer Blaulichtfilterbrille herausfiltern, um die Melatoninproduktion nicht zu unterdrücken.

11. Sport und Bewegung – mäßig, aber regelmäßig

Sport und ausreichend Bewegung sind weitere Grundbedürfnisse unseres Körpers und unserer Psyche. Nach neueren Empfehlungen der WHO hängt die empfohlene Dosis an Bewegungseinheiten vom Alter und der Intensität ab. Für Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren sowie gesunde ältere Menschen reichen 2,5 Stunden pro Woche Sport moderater Intensität aus, bei dem man leicht außer Atem kommt. 

Neben Schwimmen und Wandern können das auch Alltagsaktivitäten sein wie Fahrradfahren, Treppensteigen, Garten- oder Hausarbeit. Alternativ reichen 75 Minuten Sport mit kräftiger Intensität, bei dem man zusätzlich ins Schwitzen kommt, wie z. B. beim Joggen.

Für optimale gesundheitliche Effekte sollte es das doppelte Pensum sein, also 5 Stunden Sport moderater Intensität oder 2,5 Stunden intensives Training.

12. Erdung – Antioxidantien von der Erdoberfläche

Wenn wir barfuß über eine noch feuchte Wiese laufen, in der freien Natur schwimmen oder bei der Gartenarbeit in der feuchten Erde graben, sind wir auch auf einer rein physikalischen Ebene im Kontakt mit der Erde, genauer gesagt mit der Erdoberfläche. Der Amerikaner Clinton Ober hat das Phänomen der Erdung, auch Earthing oder Grounding genannt, bekannt gemacht. 

Die Erdoberfläche ist reich an negativ geladenen Elektronen. Im direkten Hautkontakt mit der Erdoberfläche – vor allem mit feuchtem Boden – werden sie im Körper aufgenommen und wirken als Antioxidantien. Zieh dir also öfter mal die Schuhe aus!

13. Shinrin Yoku – Waldbaden entspannt und stärkt das Immunsystem

Der japanische Begriff Shinrin Yoku wird häufig einfach mit „Waldbaden“ frei übersetzt.  Die wörtliche Übersetzung „Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes“ beschreibt noch genauer, was mit dem Waldbaden eigentlich gemeint ist – sich mit allen Sinnen mit der Natur zu verbinden: Nimm während eines bewusst langsamen Spaziergangs das Rascheln der Blätter, die Vogelstimmen oder einfach die Stille wahr. Atme tief durch. 

Genieße den Geruch der feuchten Erde und der ätherischen Öle. Lass das Grün des Chlorophylls oder das faszinierende Spiel von Licht und Schatten zwischen den Blättern auf dich wirken. Fühle den weichen Boden unter dir und ertaste mit den Händen die Muster der Borke. Nimm Kontakt auf.

Shinrin Yoku hat in Japan eine bereits lange Tradition und wurde populär, nachdem einige japanische Langzeitstudien die positiven Effekte auf Körper und Psyche belegen konnten. Allein die Farbe Grün hat eine Wirkung: In einer Studie erholten sich Patientinnen und Patienten nach einer Operation schneller und brauchten weniger Schmerzmedikamente, wenn sie beim Blick aus dem Fenster auf grüne Bäume sehen konnten. 

Bereits ein kurzer Aufenthalt im Grünen von 15 Minuten vertieft die Atmung, beruhigt Blutdruck und Puls und gleicht das vegetative Nervensystem aus. 

Prof. Qing Li fand heraus, dass Waldbaden auch das Immunsystem stärkt: Ein Aufenthalt im Wald über vier Stunden ließ die natürlichen Killerzellen um 40 % ansteigen und dieser Effekt wirkte sieben Tage nach. Natürliche Killerzellen sind weiße Blutkörperchen, die virusinfizierte Zellen oder Tumorzellen deaktivieren. Er vermutet, dass die Terpene – Botenstoffe, mit den Pflanzen untereinander kommunizieren – auch mit dem menschlichen Immunsystem interagieren. 

14.  Sonnenbäder - versorge dich mit Vitamin D

Wir lieben das wärmende Gefühl der Sonnenstrahlen auf der Haut. Das Sonnenlicht reguliert den zirkadianen Rhythmus und stabilisiert das psychische Wohlbefinden. Für die Bildung von Vitamin D in der Haut sind die UVB-Strahlen verantwortlich. Sie erreichen uns aber nur dann, wenn die Sonnenstrahlen in einem Winkel von mindestens 45 Grad auf die Erde treffen – also dann, wenn dein Schatten höchstens so lang ist, wie du groß bist. Das ist in unseren Breitengraden nur von Ende März bis Mitte Oktober und – außer im Hochsommer –  nur während der Mittagsstunden von 11 bis 15 Uhr der Fall. Und das auch nur bei unbedecktem Himmel.

Nach Einschätzung des Präventivmediziners Prof. Jörg Spitz kann der tägliche Bedarf an Vitamin D durch Sonnenbäder abgedeckt werden, indem man sich je nach Hauttyp 10 bis 30 Minuten möglichst großflächig, mindestens aber mit Gesicht, Armen und Beinen der UVB-Strahlung aussetzt. Dabei ist unbedingt die individuelle Eigenschutzzeit in Abhängigkeit des Hauttyps zu berücksichtigen, um Hautkrebs und anderen lichtbedingten Hauterkrankungen vorzubeugen.  

15. Kalt duschen – der Einstieg ins Kältetraining

Das Kältetraining in Kombination mit Atem- und Meditationstechniken wurde durch „The Iceman“ Wim Hof populär. Du musst es nicht unbedingt in dieser Extremform praktizieren, um von den positiven Effekten für deine Gesundheit zu profitieren. Taste dich langsam heran: Zu Beginn spürst du auch bereits nach einem kalten Gesichtsbad oder einem kalten Guss zum Abschluss deiner Dusche den erfrischenden, belebenden Effekt. Denn der Kältereiz verbessert die Durchblutung und aktiviert den Stoffwechsel.

Steigere dich auf ca. drei Minuten unter der kalten Dusche, um die volle Wirkung der Kälte zu erleben. Regelmäßige Kältereize wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd, stärken das Immunsystem und regen die Produktion von Mitochondrien und braunem Fettgewebe an. Durch die vermehrte körpereigene Wärmeproduktion und den erhöhten Grundumsatz wird auch der Blutzucker stabilisiert

Achtung! Wenn du gerade erkältet bist, solltest du besser ein warmes Bad genießen. Auch wenn du stärker erschöpft oder infektanfällig bist, sind für dich Ruhe und Regeneration besser. Wenn du unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidest, halte zuvor mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten Rücksprache. 

16. Eisbaden – in der Badewanne oder in der freien Natur

Wenn du dich bereits einige Zeit lang an Kältereize gewöhnt hast, ist es Zeit für dein erstes Eisbad. Für ein Eisbad zu Hause stelle die Temperatur des Wassers für den Anfang auf ca. 15 °C ein. Alternativ kannst du am Anfang die Badewanne für ein Beinbad nur zur Hälfte füllen.

Ätherische Öle von Rosmarin, Minze oder Eukalyptus wirken zusätzlich durchblutungsfördernd und unterstützen dich beim Einsteigen ins kalte Wasser. Gib ca. zehn Tropfen vermischt mit 3 EL Salz ins Wasser hinzu und genieße das energetisierende Aroma. Konzentriere dich während der ersten Minuten im kalten Wasser auf deine Atmung und atme langsam und tief ein und aus. Je nach Training wirst du nach einigen Sekunden bis Minuten deine körpereigene Wärme spüren. 

Sobald du anfängst, wieder zu frieren, steigst du aus. Mach es dir mit einer Decke und einem Tee auf dem Sofa gemütlich und genieße die energetisierende und zugleich entspannende Wirkung.  

In der freien Natur ist das Eisbaden ein ganz besonderes Erlebnis, da du zusätzlich zu den positiven Effekten der Kälte die Verbindung zur Natur erfährst. Es bietet dir eine Gelegenheit für Erdung und der Kontakt mit dem natürlichen Gewässer unterstützt die Vielfalt deines Mikrobioms.

Das Wasser muss nicht gleich 4 °C kalt sein, um die belebende Wirkung zu erfahren. Dehne die Badesaison über den Herbst hinaus immer weiter aus bis in den Winter hinein, um dich an das Baden im kalten Wasser zu gewöhnen.

17. Trockenbürsten - natürliches Peeling und Lymphdrainage

Das altbewährte Trockenbürsten nach Sebastian Kneipp wird gerade als „Dry Brushing“ wiederentdeckt. Zu Recht, denn es ist mehr als eine natürliche und kostengünstige Alternative zu teuren Peelings und Anti-Cellulite-Cremes. Die Bürstenmassage entfernt nicht nur die abgestorbenen Hautschüppchen, sondern regt die Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel an. Als Soforteffekte bemerkst du daher neben dem belebenden Gefühl eine rosige Haut.

Wenn du von der entgiftenden Wirkung der Lymphdrainage und dem Anti-Cellulite-Effekt profitieren möchtest, solltest du mehrmals pro Woche 10-20 Minuten lang massieren.

Dabei ist zu beachten:

  • Bürste dich wegen der anregenden Wirkung morgens vor der Dusche.
  • Massiere mit streichelnden Bewegungen und nur ganz leichtem Druck, um die Haut nicht zu irritieren und den Lymphfluss anzuregen.
  • Massiere in Richtung Herz.
  • Spare Brüste, Genitalbereich, verletzte oder irritierte Hautareale sowie Krampfadern aus.
  • Massiere die Lymphknoten in der Achselhöhle und der Leiste mit kreisenden Bewegungen 6x pro Seite.
  • Zur Pflege der Bürste wasche sie einmal pro Woche mit milder Seife aus.

18. Ölziehen

Das Ölziehen am Morgen hat nicht nur im Ayurveda eine lange Tradition. Es löst fettlösliche Toxine aus der Mundschleimhaut und wirkt daher entgiftend. Zudem werden pathogene Bakterien und Hefen im Öl gebunden; diese antibakterielle Wirkung fördert ein gesundes Zahnfleisch und beugt Karies und unangenehmem Mundgeruch vor. Ein gesundes orales Mikrobiom wirkt sich auch auf den ganzen Körper aus. 

So wird es gemacht:

  • Nimm 1 TL bis 1 EL Kokos- oder Sesamöl in den Mund und ziehe das Öl im Mund hin und her.
  • Für eine entgiftende und vorbeugende Wirkung auf die Mundgesundheit reichen täglich 3 bis 5 Minuten aus.
  • Anschließend spuckst du das Öl in ein Papiertuch und entsorgst es im Hausmüll.
  • Dann spülst du mit Wasser nach und putzt wie gewohnt deine Zähne
  • Reinige zusätzlich die Zunge mit einem Schaber aus Kupfer oder Edelstahl

19. Face Yoga 

Hast du schon einmal etwas über Face Yoga gehört? Face Yoga ist viel mehr als eine natürliche und kostengünstige Alternative zu teuren Anti-Aging-Cremes. Die 26 mimischen Gesichtsmuskeln sind – außer im Wangenbereich – direkt mit der Haut verbunden und lassen sich gezielt trainieren. Das Training regt daher auch in der Haut die Durchblutung, den Lymphfluss und den Stoffwechsel an und als Soforteffekt sieht dein Gesicht rosiger und gesünder aus

Da sich auch Verspannungen lösen lassen, wirkt dein Gesicht nicht nur nach außen hin freundlicher und offener – ein entspanntes Gesicht wirkt sich wiederum auf deinen restlichen Körper aus und lässt dich selbst entspannter fühlen.

Regelmäßiges Training kann dem Verlust von Muskelmasse und damit der Erschlaffung der Gesichtszüge und Konturen entgegenwirken. Kleine Mimikfältchen werden geglättet, tiefere Falten werden auf natürliche Weise etwas aufgepolstert.

20. DIY Kosmetik- und Reinigungsprodukte

Kosmetika und Reinigungsprodukte lassen sich auch ohne allzu großen Aufwand selbst herstellen. Da du nur die Rohzutaten einkaufst, sind die Selfmade-Produkte nicht nur günstiger als fertige Produkte, sondern auch garantiert frei von ungesunden Inhaltsstoffen

Wäsche waschen kannst du z. B. auch auf ganz natürliche Weise mit Rosskastanien oder Efeublättern.

21. Mach den Codecheck beim Einkaufen

Beim Einkaufen von fertigen Kosmetik- und Reinigungsprodukten sowie Lebensmitteln kannst du mit der kostenlosen App Codecheck den Barcode einscannen und dich über die Inhaltsstoffe informieren.

Mit der ebenfalls kostenlosen App ToxFox des BUND kannst du dich über Giftstoffe in Kosmetik, Körperpflege- und Alltagsprodukten wie Haushalts- und Hygieneprodukte, Textilien, elektronische Geräte und Spielzeug informieren. 

Der blaue Engel, das Zertifikat des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes, zeichnet Produkte mit einer geringeren Umweltbelastung und einem hohen Gesundheitsschutz aus. 

22. NFP – Nutze die Methoden der natürlichen Familienplanung

Bist du bzw. seid ihr als Paar auf der Suche nach einer nebenwirkungsfreien und zugleich sicheren Verhütungsmethode? Oder ihr seid bereit, euren Kinderwunsch zu realisieren? Dann informiere dich über die Möglichkeiten der natürlichen Familienplanung!

Der Malteser Hilfsdienst e. V. bietet online z. B. kostenfreie Informationen und Beratung zur Anwendung der NFP. Begleitende wissenschaftliche Studien des Projekts ergaben eine Methodensicherheit von 0,4 PI (Pearl Index). Damit liegt die NFP Methode – bei richtigem Gebrauch! – im Bereich der Pille.

23. Gehe regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgen ist besser als heilen. Alle Krankenkassen übernehmen die Kosten der Vorsorgeuntersuchungen, die abhängig von Alter und Geschlecht angeboten werden. Mit diesen Untersuchungen können schwere Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen frühzeitig erkannt und damit besser behandelt werden. 

Eine Übersicht zu den kostenfreien Angeboten findest du bei der Verbraucherzentrale

24. Nutze die kostenlosen Präventionskurse der Krankenkasse

Wusstest du, dass du pro Jahr zwei von der Krankenkasse bezahlte Präventionskurse in Anspruch nehmen kannst? Diese Kurse umfassen die Themenbereiche Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtmittelkonsum, müssen allerdings von der zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert sein. Erkundige dich daher für die Details am besten direkt bei deiner Krankenkasse. Die meisten Krankenkassen vermitteln auch Kursangebote vor Ort

Viele Krankenkassen belohnen einen gesunden Lebensstil mit besonderen Bonusangeboten. Nachfragen lohnt sich!

25. Im Krankheitsfall: Suche dir Unterstützung bei einer Therapeutin oder einem Therapeuten!

Auch im Fall einer Krankheit können unsere Grün&Gesund-Praxistipps eine heilpraktische oder medizinische Behandlung ergänzen. Möglicherweise sind aber weitere Untersuchungen und gezielte Maßnahmen durch eine Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente erforderlich.

Mit Unterstützung durch eine Therapeutin oder einen Therapeuten kannst du – auch wenn die Kosten nicht von der Krankenkasse bezahlt werden – in der Summe viel Geld für unnötige Laboruntersuchungen und Nahrungsergänzungsmittel sparen.

Übrigens kannst du im Krankheitsfall die Kosten für

  • das Honorar für das therapeutische Fachpersonal
  • Laboruntersuchungen
  • ärztlich verordnete und als Arzneimittel zugelassene Nahrungsergänzungsmittel und nicht erstattungsfähige Medikamente

nach Überschreitung einer individuellen Belastungsgrenze als „außergewöhnliche Belastung“ in der Einkommenssteuererklärung geltend machen.

Wir freuen uns, wenn dich einige unserer Gesundheitstipps ansprechen.

Quellenverzeichnis
Cover: Sensay via Canva.com


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