Rosenkohl: Gute Nachbarn in der Mischkultur (+ Pflanztipps)

Von manchen Brüsseler Kohl, Gemmifera oder Sprossenkohl genannt, ist der Rosenkohl (Brassica oleracea var) doch vor allem eines: Aus der deutschen Küche nicht wegzudenken. 

Gartenfreunde wissen: Frisches Gemüse aus dem eigenen Selbstversorgergarten schmeckt einfach am besten und enthält die meisten Nährstoffe - das gilt auch für die grünen Vitaminbomben namens Rosenkohl!

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Doch was musst du beim Auspflanzen beachten, was sind für Rosenkohl gute Nachbarn im Gemüsebeet und was ist bei der Pflege, einschließlich der Düngung, zu beachten? Wir verraten es dir!

Rosenkohl: Gute Nachbarn & schlechte Nachbarn 

Es gibt Gemüse und Kräuter, die der Rosenkohl ganz besonders mag - und solche, die er als Nachbar gar nicht ausstehen kann. Lies hier, welche dazu gehören und welche nicht.

Gute Nachbarn für Rosenkohl

Wunderbar verträgt sich das Kohlgemüse mit: 

Tipp: Für eine bessere Übersicht über die verschiedenen guten und schlechten Beetpartner kannst du dir unsere kostenfreie Mischkulturtabelle herunterladen. 

Schlechte Nachbarn für Rosenkohl

Artgenossen der gleichen Pflanzenfamilie, sprich andere Kreuzblütler, mag der Rosenkohl hingegen gar nicht. Daher solltest du andere Kohlsorten nicht direkt daneben setzen, zum Beispiel: 

  • Sprossenkohl
  • Blumenkohl 
  • Brokkoli und Sprossenbrokkoli
  • Chinakohl
  • Weißkohl
  • Grünkohl
  • Radieschen
  • Kohlrabi 

Tipp: Erfahre hier mehr über den Anbau von weiteren Kohlsorten in Mischkultur, z.B.: 

5 Tipps zum Anbauen von Rosenkohl in Mischkultur 

#1 Wann Rosenkohl pflanzen? 

Auch wenn du deine Rosenkohlsamen direkt ins Beet setzen kannst, empfehlen wir dir eine Aussaat in Töpfen mit Setzlingen. Die Aussaat kannst du von Mitte März bis Ende April vornehmen.

Bis Mitte Juni sollten Aussaat und Pflanzung spätestens abgeschlossen sein. Einen kompletten Aussaatkalender findest du hier.

#2 Pflanzabstand bei Rosenkohl 

Pflanze den Rosenkohl mit ca. 50 cm Abstand zu seinen Nachbarn und 5 cm Abstand zwischen den Pflanzen.

So stellst du nicht nur sicher, dass die Pflanzen genug Platz haben, um sich wohlzufühlen, sondern beugst gleichzeitig Krankheiten wie der Kohlhernie vor. Was hier ebenfalls hilft: Den Boden zu kalken.

#3 Rosenkohl aussäen im Freiland 

Vor dem Anbau von Rosenkohl gibt es zunächst ein paar Dinge zu beachten. Wenn du dich für die Ziehmethode im Topf entscheidest, sollten die Setzlinge ca. 6-8 cm groß sein, bevor du sie einpflanzt. Stelle anschließend sicher, dass die Beeterde aufgelockert ist.

Setzt du die gesamte Pflanze ins Freiland, achte darauf, sie möglichst tief, idealerweise bis zu den ersten Blättern, einzupflanzen. Die Keimlinge kannst du 0,5 bis 1,5 cm tief in die Erde einsetzen. Da die Rosenkohlpflanze eine Gesamthöhe von 70 cm erreichen kann und dank der Röschen an Gewicht zulegt, raten wir dir, Pflanzenstäbe zu verwenden, damit das Wintergemüse nicht umknicken kann.

#4 Pflege

In der Anfangszeit, nachdem du die Setzlinge in deinen Selbstversorgergarten eingepflanzt hast, benötigen sie wenig Wasser. Nach zwei Wochen allerdings solltest du sie regelmäßig und ausreichend gießen, um das Wurzelwachstum anzuregen. 

Wichtig ist, dass du die Erde stets feucht hältst. Gerade im Sommer kann Hornmehl der Austrocknung vorbeugen. Das hat außerdem einen weiteren positiven Effekt: Ein feuchter Boden schreckt Schädlinge wie Erdflöhe ab. Einen anderen Schädling, den du kennen solltest, ist der Kohlweißling. Er ist ein hübscher weißer Schmetterling, der seine Eier gern an der Unterseite der Kohlblätter ablegt. Schutz und Abhilfe verschafft dir ein Netz oder Vlies, das deine Pflanze schützt. 

Mulch oder organischer Dünger wie Kompost eignen sich hervorragend, um deine Kohlgewächse vor dem Austrocknen zu schützen und Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Um einen Stickstoffmangel zu verhindern, solltest du die Pflanzenerde regelmäßig auflockern. Düngen ist frühestens ab der Röschenbildung sinnvoll, doch meide eine Überdüngung - das bekommt dem Pflänzchen gar nicht.

Um das Wachstum der Rosenkohlpflanzen anzuregen, gibt es eine Taktik, die sich "Entspitzen" nennt. Dabei wird die Triebspitze gekappt, damit die Energie direkt in die Röschen fließen kann. Diese Vorgehensweise eignet sich allerdings nur für frühreife, nicht für späte Sorten.  

#5 Ernte und Lagerung

Die Rosenkohlernte kann je nach Sorte bereits im September starten, während die Haupternte von November bis März stattfindet.

Die Röschen wachsen am Wurzelhals von unten nach oben, sind winterhart und stören sich somit nicht an Frosthärte. Das macht nicht nur eine Überwinterung im Beet möglich, sondern ist auch dann gut zu wissen, wenn du in einer Gegend wohnst, in der die Temperatur im Winter unter die Minusgrade fällt.

Am besten schmeckt Rosenkohl nach dem ersten Frost, aber ernte die Röschen niemals gefroren und erst dann, wenn sie mindestens die Größe einer Walnuss erreicht haben und noch verschlossen sind.

Wenn der Kohlgeruch allerdings zu stark oder unangenehm wird, oder wenn du schwarze Flecken auf den Blättern entdeckst, sollten die Röschen nicht mehr verzehrt werden. Gelbe oder fleckige Blätter hingegen sind nicht gesundheitsschädlich - allerdings solltest du den Rosenkohl dann schnellstmöglich verarbeiten.

Tipp: Rosenkohl lässt sich wunderbar einfrieren, besonders nach einer besonders ertragreichen Ernte! Eine weitere Möglichkeit der Lagerung des Gemüsekohls ist das Fermentieren. Erfahre hier alles zum Thema Gemüse fermentieren

#6 Fruchtfolge

Da Rosenkohl sehr viele Nährstoffe benötigt, gehört er zu den sogenannten Starkzehrern. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Fruchtfolge einzuhalten.

Das bedeutet, dass der Kohl nur alle 3 Jahre an derselben Stelle gepflanzt werden darf. Auf diese Weise stellst du sicher, dass deine Pflanzen gesund und langlebig sind sowie die meisten Vitamine enthalten. 

Häufig gestellte Fragen zu schlechten und guten Nachbarn von Rosenkohl

Sind Bohnen und Rosenkohl gute Nachbarn?

Ja, Bohnen und Rosenkohl können problemlos nebeneinander gepflanzt werden. Erfahre hier mehr über die Mischkultur mit Dicken Bohnen

Sind Rosenkohl und Mangold gute Nachbarn? 

Ja, Mangold und Rosenkohl sind gute Nachbarn.

Was darf man nicht neben Kohl pflanzen?

Erdbeeren, Knoblauch, Senf, Lauch, Schnittlauch, Zwiebeln und verwandte Kohlsorten sollten nicht neben Kohl gepflanzt werden.

Wo pflanzt man am besten Rosenkohl?

Da Rosenkohl als Starkzehrer viele Nährstoffe benötigt, ist der beste Standort und Boden schwer und humusreich, im besten Fall lehmhaltig dazu. Rosenkohl verträgt einen halbschattigen, aber auch einen sonnigen Standort.

Welche Kohlsorten kann man nebeneinander pflanzen?

Alle Kohlpflanzen sind Kreuzblütler und vertragen sich nicht untereinander. Daher sollten Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Weißkohl, Radieschen, Kohlrabi und Co. nicht nebeneinander gepflanzt werden. Erfahre hier mehr über die Mischkultur mit Grünkohl

Welche Erfahrungen konntest du bereits mit dem Anbau von Rosenkohl in Mischkultur sammeln? Teile sie mit der Community in der Kommentarfunktion!

Quellenverzeichnis
Cover: wmaster890 via Canva.com


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