Sauerkraut kochen nach Omas Rezept: Das beste Rezept!

Kindheitserinnerungen an Oma und ihre Lieblingsgerichte sind etwas Schönes. Meistens sind es genau diese Speisen, die uns Geborgenheit und Bodenständigkeit vermitteln.

Sauerkraut von Oma hat beispielsweise etwas beruhigendes, ja - etwas Grundsolides. Warum also nicht ab und an Sauerkraut kochen nach Omas Rezept?

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Jedoch ist Sauerkraut richtig zu kochen, mehr als nur ein Glas aus dem Supermarkt zu öffnen und im Topf zu erwärmen. Zu Großmutters Zeiten wurde das Sauerkraut noch selbst gemacht - also aus frischem Weißkohl fermentiert. Wie das funktioniert und du mit fermentiertem Sauerkraut ein gesundes Gericht einfach und lecker auf den Tisch zauberst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Wie kann man frisches Sauerkraut selber machen? 

Sauerkraut selber zu machen ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Du brauchst einen Weißkohl, natürliches Salz ohne Rieselhilfe, ein bis zwei große Fermentier- oder Bügelgläser und etwas Zeit.

Der aktive Fermentationsprozess dauert bis zu 7 Tage. Anschließend steht das Sauerkraut am besten noch 2-3 Wochen kühl. Es kann aber auch schon eher verwendet werden. Wie du frisches Sauerkraut auf klassische Art selbst fermentierst, erfährst du in unserem Beitrag zum Thema "Weißkohl fermentieren“.

In unserem Rezept gehen wir davon aus, dass du den fermentierten Weißkohl bereits hergestellt hast und nun mit der Zubereitung des Sauerkrauts beginnen willst. 

Frisches Sauerkraut kochen nach Omas Rezept: So geht's (einfach & lecker!)

Wenn du Sauerkraut nach Omas Rezept kochen und ein tolles Gericht wie aus alten Zeiten kreieren willst, nutzt du entweder dein selbst gemachtes Sauerkraut oder du besorgst dir frisches (rohes) Sauerkraut vom Markt oder einem Online-Shop.

Frisches Sauerkraut ist nicht erhitzt bzw. pasteurisiert. Du bekommst es meistens lose in Fässern. Somit bleiben die wertvollen Vitamine und Milchsäurebakterien erhalten.

Während deines Kochvorgangs gehen allerdings viele positive Eigenschaften der Milchsäuregärung sowie Vitamine des rohen Sauerkrauts verloren. Es gibt aber einen Trick, mit dem du die positiven Eigenschaften zumindest teilweise erhalten kannst. Der unverwechselbare Geschmack bleibt erhalten, weil du dabei auf rein natürliche Zutaten von hoher Qualität zurückgreifst.

Einfaches Sauerkraut-Rezept - Zutaten:

  • 1 große Zwiebel

  • etwas Pflanzenöl

  • 750 g Sauerkraut

  • 4 Äpfel

  • 1 TL Wacholderbeeren

  • 1 -2 Lorbeerblätter

  • etwas Salz und Pfeffer 

  • 125 ml Wasser oder Brühe

  • Etwas Apfelsaft

Zubereitung in 30 Minuten

  1. Die Zwiebel schneidest du in kleine Würfel.

  2. Entkerne die Äpfel und schneide sie in kleine Stücke.

  3. Zuerst dünstest du die Zwiebelwürfel in einem großen Topf in dem Öl leicht an. 

  4. Das frische Sauerkraut gibst du aufgelockert zusammen mit den Apfelstückchen in den Topf und löschst das Ganze mit Wasser ab.

  5. Es folgen Wacholderbeeren und Lorbeerblatt sowie etwas Apfelsaft. Nun kannst du das Sauerkraut ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

  6. Anschließend kannst du das Sauerkraut nochmals mit Gewürzen abschmecken.

Tipp: Wusstest du, dass Kimchi die koreanische Variante von Sauerkraut ist? Kimchi besteht aus fermentiertem Chinakohl. Schau doch hier mal in unser Kimchi Rezept für Einsteiger rein. 

Variationen für gekochtes Sauerkraut

Jede Region und jede Oma hat ihr eigenes Sauerkraut Rezept. Daher kann es sein, dass du ein ganz anderes Sauerkraut aus Kindertagen kennst und in "Oma's Kochbuch" andere Rezepte findest.

Beispielsweise wird vielerorts das Sauerkraut mit Kümmel gekocht. So wird das Sauerkraut von Menschen mit empfindlichem Verdauungstrakt besser vertragen.

Eva Aschenbrenner, eine bayrische Kräuterkundige, gab ihr gekochtes Sauerkraut beispielsweise in eine Mehlschwitze aus Dinkelmehl und dem Sauerkrautsud. Somit entstand eine sämige Konsistenz. Als Alternative zur Mehlschwitze kann auch eine geriebene Kartoffel die gewünschte Sämigkeit erzeugen.

Ebenso verwendete Eva Aschenbrenner Honig statt der Äpfel als Süßungsmittel. Und natürlich kannst du dein Sauerkraut auch mit Speck in Würfeln zubereiten - dazu einfach den Speck zusammen mit den Zwiebeln und dem Apfel in den Topf geben und anbraten. 

Probiere auch weitere Rezepte zum selber machen aus: Rotkohl selber machen, Kräuterquark selber machen oder Kräutersoße selber machen sind nur einige unserer wertvollen Rezeptideen.

Wie bleibt nun das gekochte Sauerkraut gesund?

Um von den Vorteilen der Milchsäurebakterien und der Vitamine aus dem frischen Sauerkraut zu profitieren, kannst du in das bereits gekochte Sauerkraut einen Teil frisches Sauerkraut unterrühren. Das Sauerkraut sollte dazu nicht mehr kochen. Wie viel frisches Sauerkraut du unterrührst, kannst du nach Geschmack selbst entscheiden, wir empfehlen ca. 1/3 der Menge.

Zum frisch gekochten Sauerkraut passen als Beilage gekochte Kartoffeln oder Kartoffelpüree mit frisch gerösteten Zwiebeln. Auch gebratenes Sellerie- oder Rote Beete-Schnitzel aus deinem eigenen Selbstversorgergarten schmeckt prima zum frisch gekochten Sauerkraut.

Kann man Omas Sauerkraut roh essen? 

Fermentiertes Sauerkraut kannst du immer roh essen. Es gibt jedoch Menschen, die rohes Sauerkraut nicht gut vertragen, weil der Kohl Blähungen verursacht. In diesem Fall solltest du das Sauerkraut kochen. Wenn das gekochte Sauerkraut keine Beschwerden verursacht, kannst du ein wenig frisches Sauerkraut dazugeben.

Die Menge an frischem Sauerkraut erhöhst du dann nach und nach, so dass sich der Verdauungstrakt daran gewöhnen kann. So profitierst du nach und nach mehr von den Vorteilen des fermentierten Gemüses

Tipp: Wusstest du, dass fermentiertes Gemüse deine Darmflora aufbaut und deshalb oftmals Teil von Entgiftungs- und Aufbaukuren für den Darm (Darm Detox) ist? 

Häufig gestellte Fragen zum traditionellen Sauerkraut nach Omas Rezept

Sauerkraut selber machen - wie viel Salz? 

Willst du frisches Sauerkraut selbst fermentieren, benötigst du auf 1 kg Weißkohl 20 g natürliches Salz ohne Rieselhilfen. Das sind Ur-, Stein- oder Meersalz. Das Salz wird zum gehobelten Weißkohl gegeben und so lange geknetet, bis ausreichend Flüssigkeit heraustritt.

Wie lange kocht man Sauerkraut? 

Sauerkraut wird 20 bis 30 Minuten gekocht. Möchtest du in den Genuss aller Vitamine und gesundheitlichen Vorteile des frischen Sauerkrauts kommen, erwärmst du das Sauerkraut nur leicht, so dass es für dich angenehm ist.

Es ist auch möglich, fertig gekochtes Sauerkraut mit 1/3 frischem Sauerkraut zu mischen. Das ist zwar nicht 100% Omas Küche, aber damit erhältst du den typischen Geschmack und tust dir gesundheitlich etwas Gutes. 

Ist Sauerkraut gesund? 

Ob Sauerkraut gesund ist, hängt von der Herkunft des Krautes und von der Herstellung ab. Du solltest bei der Zubereitung auf Zutaten in Bioqualität achten.

Auch gekauftes frisches Sauerkraut ist nicht immer gleich gut. Wirklich gesund ist selbst fermentiertes Sauerkraut. Wird dieses frische Sauerkraut gekocht, gehen wichtige Vitamine und die aktiven Milchsäurebakterien kaputt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer, frisches Sauerkraut zum gekochten Sauerkraut zu geben.

Aber auch im gekochten Sauerkraut bleiben wichtige Mineralien und Vitamine in kleineren Mengen erhalten, weswegen du gern eine größere Portion essen kannst. Die Ballaststoffe im gekochten Sauerkraut sind für deinen Darm gesundheitsförderlich. Das rohe Sauerkraut hat den Vorteil, dass es neben der Vitamine auch probiotische Wirkungen hat.

Was tun, damit Sauerkraut nicht so sauer ist?

Wenn dein frisch gekochtes Sauerkraut zu sauer ist, kannst du etwas Apfelsaft oder Honig dazugeben. Auch hilft ein klein wenig mehr Wasser. Koche von vornherein Apfelstücke mit, so wird dein Sauerkraut milder. 

Sollte dir dein frisches, rohes Sauerkraut zu sauer sein, ist es länger fermentiert oder stand längere Zeit warm. Es ist aber nicht schlecht. Du kannst das frische Sauerkraut mit Gemüse oder Obst mischen. Reibe eine Karotte oder einen Apfel unter deine Sauerkraut-Portion. 

Du kannst auch Römersalat oder Chinakohl sowie eine rote Paprika in feine Streifen schneiden und mit dem Sauerkraut vermengen. Etwas Honig oder eine andere Süße kann ebenfalls für einen Ausgleich sorgen.

Was macht das Sauerkraut sauer?

Milchsäurebakterien wandeln während der Fermentation Zucker in Milchsäure um. Je länger das Kraut fermentiert, desto saurer und haltbarer wird das Kraut. Aus diesem Grund sollte das Sauerkraut spätestens nach 7 Tagen kühl gelagert werden.

Wie hat dir unser Artikel zum Thema “Sauerkraut selber machen nach Omas Rezept” gefallen? Lass es uns in den Kommentaren wissen! 

Quellenverzeichnis
Cover: zeleno via Canva.com


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